Württembergische Krankenversicherung 2026: Das modulare Tarifsystem A1/A2/A3 × S1/S2/S3 × Z1/Z2/Z3 – alle Vollversicherungsoptionen im umfassenden Überblick
Die Württembergische Krankenversicherung AG mit Sitz in Stuttgart ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) – einem der führenden deutschen Allfinanzkonzerne mit über 5.500 Mitarbeitern und Wurzeln bis ins Jahr 1828.
Als Teil dieses Konzerns verbindet die Württembergische Krankenversicherung AG die Solidität und Kapitalstärke eines großen Allfinanzhauses mit einem einzigartigen modularen Tarifsystem: Ambulante Bausteine (A1 Premium / A2 Komfort / A3 Kompakt), stationäre Bausteine (S1 Premium / S2 Komfort / S3 Kompakt) und Zahnbausteine (Z1 Premium / Z2 Komfort / Z3 Kompakt) werden frei kombiniert – ähnlich wie bei der SDK, der LKH oder der Universa. Das ergibt rechnerisch 27 unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten allein für die Basismodule, ergänzt durch je drei Selbstbehaltstufen pro Ambulant-Modul.
Dieses System erlaubt eine passgenaue Absicherung: Wer zum Beispiel premium ambulanten Schutz mit schlankerem Krankenhausschutz und gutem Zahnschutz kombinieren möchte, findet bei der Württembergischen genau dieses Profil. Als Ergänzung zum Modulsystem stehen mit KN, EKN, GN und ESN auch kompaktere Vollversicherungstarife zur Verfügung, die ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen in einem Tarif bündeln – etwas weniger individuell, dafür strukturell einfacher.
Württembergische Krankenversicherung AG – Eckdaten 2026
Sitz: Stuttgart (Konzern: W&W AG, Kornwestheim) • Rechtsform: AG (100 % W&W-Tochter)
Gründung KV: 1998 (W&W-Wurzeln seit 1828) • Kontakt: 0711 662-721990
Tarif-Architektur
- Modulbaukasten: A (Ambulant) × S (Stationär) × Z (Zahn)
- Kombinationen: Stufen 1 bis 3 (27+ Varianten möglich)
- Kompakttarife: KN, EKN, GN, ESN, KS3000 (teils geschlossen)
- Kooperation: Salus BKK (GKV-Zusatztarife)
Stabilität & Ratings
- BAP 2026: Wirksam ab 01.01.2026 (moderat)
- Kalkulation: Konservativ & branchenüblich
- DFSI / Focus Money: „Gut“
- Stiftung Warentest: „Befriedigend“
Das Württembergische Modulbaukasten-System: Überblick aller neun Module
Das Herzstück der Württembergischen PKV ist ihr dreistufiger Modulbaukasten. Jede Vollversicherung besteht aus einem Ambulant-Modul (A), einem Stationär-Modul (S) und einem Zahn-Modul (Z). Jede Gruppe hat drei Leistungsstufen: 1 = Premium (höchste Leistungen), 2 = Komfort (mittleres Niveau), 3 = Kompakt (Grundschutz). Der Selbstbehalt wird ausschließlich im Ambulant-Modul vereinbart und gilt für ambulante und zahnärztliche Leistungen gemeinsam – nicht für den stationären Bereich.
| Modul | Stufe 1 – Premium | Stufe 2 – Komfort | Stufe 3 – Kompakt |
|---|---|---|---|
| Ambulant (A) | A1: Freie Arztwahl; über GOÄ-Höchstsatz; Heilpraktiker 80 % ohne Jahresgrenze; Sehhilfen 400 €/2 VJ; LASIK 2.000 €/10 VJ; Psychotherapie 60 Sitzungen; offener Hilfsmittelkatalog | A2: Freie Arztwahl bis GOÄ-Höchstsatz; Heilpraktiker 80 % max. 1.500 €/Jahr; Sehhilfen 250 €/2 VJ; LASIK 500 €/10 VJ; Psychotherapie 30 Sitzungen | A2H/A3: Hausarztprinzip; Facharzt 70 % ohne Überweisung; Heilpraktiker bis Schulmedizinanteile; Sehhilfen 250 €/2 VJ; reduzierte Psychotherapie |
| Stationär (S) | S1: Einbettzimmer + Chefarzt; auch über GOÄ-Höchstsatz; Ersatz-KHT 50 €/Tag; Wunschverlegung; Krankenfahrten bis 500 €; Kuren 3.000 €/3 Jahre | S2: Zweibettzimmer + Chefarzt; auch über GOÄ-Höchstsatz; Ersatz-KHT 20 €/Tag; Krankenfahrten 300 €/Jahr; Kuren 3.000 €/3 Jahre | S3: Mehrbettzimmer; allgemeine Krankenhausleistungen; kein Chefarzt; Kuren 3.000 €/3 Jahre |
| Zahn (Z) | Z1: 100 % Zahnbehandlung; 90 % Zahnersatz (auch über GOZ-Höchstsatz); 70 % KFO bis 18 J. (+ 20 % mit genehmigtem HKP); Bleaching bis 500 €; keine Zahnstaffel ab VJ 5 | Z2: 100 % Zahnbehandlung; 80 % Zahnersatz bis GOZ-Höchstsatz; 60 % KFO bis 18 J.; Staffel in ersten Jahren | Z3: 100 % Zahnbehandlung; 60–75 % Zahnersatz nach Preis- und Leistungsverzeichnis; keine KFO ohne Unfall; Zahnstaffel begrenzt |
Ambulant-Modul A1 (Premium) – das stärkste Württembergische Ambulantmodul
Das A1-Modul bietet das höchste ambulante Leistungsniveau der Württembergischen. Es ist die erste Wahl für Versicherungsnehmer, die in der täglichen Arztversorgung maximale Freiheit und Erstattungstiefe anstreben.
- Ärztliche Behandlung: 100 %; auch über GOÄ-Höchstsatz mit rechtsgültiger Honorarvereinbarung; vollständig freie Arztwahl
- Heilpraktiker / Naturheilkunde: 80 % nach GebüH; ohne Jahresobergrenze – das ist im Marktvergleich ein starkes Merkmal; inkl. in der Praxis bewährter Methoden (Naturheilverfahren)
- Arzneimittel: 100 % aller verordneten Arznei- und Verbandmittel
- Heilmittel: 100 % nach Heilmittelverzeichnis der BBhV (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie)
- Hilfsmittel: Offener Hilfsmittelkatalog; 100 % bis 1.000 € je Hilfsmittel; über 1.000 € nur bei Bezug über Versicherer oder im Notfall; sonst max. 80 %
- Sehhilfen: 400 € alle 2 Versicherungsjahre
- LASIK / refraktive Sehkorrektur: bis 500 € pro Auge im 1.–3. VJ; bis 2.000 € pro Auge im 1.–10. VJ
- Psychotherapie: 60 Sitzungen pro Versicherungsfall; ambulant und stationär; mit vorheriger Zusage; 5 probatorische Sitzungen 100 %
- Vorsorgeuntersuchungen: 100 %; auch nach nicht gesetzlich eingeführten Programmen; Schwangerschaftsvorsorge; U-Untersuchungen Kinder
- Schutzimpfungen: 100 % nach STIKO; Reiseimpfungen mit ärztlicher Indikation
- Krankenfahrten: 100 % bei Notfall, Erstversorgung, Geh-/Sehunfähigkeit oder Fahruntauglichkeit im Umkreis von 100 km (ohne Summenbegrenzung bei Dialyse, Strahlen-/Chemotherapie); private Krankenfahrten bis 300 €/Jahr (Premium S1: bis 500 €)
- Selbstbehalt A1: 0 € / 480 € / 960 € / 1.440 € (je nach gewählter SB-Stufe); gilt auch für zahnärztliche Leistungen
- BRE: Erfolgsabhängig bei Leistungsfreiheit; jährlich festgelegt
Ambulant-Modul A2 (Komfort) – freie Arztwahl mit Jahresgrenzen
- Ärztliche Behandlung: 100 % bis GOÄ-Höchstsatz; freie Arztwahl; kein Primärarztprinzip
- Heilpraktiker: 80 % nach GebüH; max. 1.500 €/Jahr
- Sehhilfen: 250 € alle 2 Versicherungsjahre
- LASIK: 500 € pro Auge im 1.–10. VJ
- Psychotherapie: 80 % für 30 Sitzungen pro Versicherungsfall; 5 probatorische Sitzungen 100 %; stationäre PT erstattet
- Selbstbehalt A2: 0 € / 480 € / 960 € / 1.440 €
Ambulant-Modul A2H / A3 (Kompakt / Hausarzt) – Basisschutz mit Hausarztprinzip
- Ärztliche Behandlung: 100 % bei Erstbehandlung durch Hausarzt / Allgemeinmediziner / Frauen-, Augen- oder Kinderarzt / Notarzt; 70 % bei Direktkonsultation Facharzt ohne Überweisung (bis die Überweisung nachgereicht wird, dann 100 %)
- Heilpraktiker: Naturheilverfahren bis max. Schulmedizinanteile (kein separates GebüH-Budget)
- Sehhilfen: 250 € alle 2 VJ
- LASIK: 500 € pro Auge im 1.–10. VJ
- Psychotherapie: 80 % für 30 Sitzungen; 5 probatorische 100 %
- Selbstbehalt A2H: 0 € / 480 € / 960 € / 1.440 €
Stationär-Modul S1 (Premium) – Einbettzimmer, Chefarzt, über GOÄ
- Zimmer: Einbettzimmer (oder Ersatz-Krankenhaustagegeld 50 €/Tag falls nicht verfügbar)
- Chefarzt / wahlärztliche Leistungen: Immer; auch über GOÄ-Höchstsatz mit Honorarvereinbarung; gilt für Wahlarzt und Belegarzt
- Stationäre Psychotherapie: 100 %; erstattet
- Privatkliniken: Erstattungsfähig nach tariflicher Regelung
- Hospizversorgung / Palliativmedizin: 100 % nach GKV-Aufwendungen
- Übergangspflege: Kurzfristige Pflege nach Krankenhausaufenthalt; häusliche Krankenpflege erstattet
- Reha / AHB: Anschlussheilbehandlungen und stationäre Rehabilitationsmaßnahmen erstattet (Zusage erforderlich; Beginn binnen 4 Wochen nach Krankenhausaufenthalt)
- Kuren: 3.000 € in 3 Versicherungsjahren bei ärztlicher Verordnung
- Wunschverlegung: In ein anderes Krankenhaus (ohne Intensivbedarf) erstattungsfähig
- Rooming-in: Begleitperson für Kinder bis 16 Jahre im Krankenhaus
- Rücktransport: Medizinisch notwendig und sinnvoll; aus psychologischen Gründen erstattungsfähig; Bergungskosten bis 15.000 €; Überführungskosten bis 10.000 €
- Krankenfahrten S1: Bis 500 €/Jahr (höher als S2/S3); Notfälle ohne Summenbegrenzung
Stationär-Modul S2 (Komfort) – Zweibettzimmer, Chefarzt, über GOÄ
- Zimmer: Zweibettzimmer (oder Ersatz-KHT 20 €/Tag falls nicht verfügbar)
- Chefarzt: Immer; auch über GOÄ-Höchstsatz; gilt für Wahlarzt und Belegarzt
- Stationäre Psychotherapie: Erstattet
- Kuren: 3.000 € in 3 Versicherungsjahren (identisch mit S1)
- Reha / AHB: Erstattet; Wahlleistungen im Rahmen der stationären Reha mitversichert
- Krankenfahrten S2: 300 €/Jahr; Notfälle ohne Limit
Stationär-Modul S3 (Kompakt) – allgemeine Krankenhausleistungen
- Zimmer: Mehrbettzimmer (allgemeine Pflegeklasse)
- Chefarzt: Kein Wahlarzt; belegärztliche Behandlung
- Stationäre Psychotherapie: Im Rahmen allgemeiner Krankenhausleistungen
- Kuren: 3.000 € in 3 Versicherungsjahren (identisch mit S1/S2 – besondere Stärke des S3)
- Reha / AHB: Anschlussheilbehandlungen erstattet (Zusage erforderlich)
- Rooming-in: Begleitperson für Kinder bis 16 Jahre
Zahn-Modul Z1 (Premium) – 90 % Zahnersatz über GOZ-Höchstsatz
| Leistungsart | Z1 Premium | Z2 Komfort | Z3 Kompakt |
|---|---|---|---|
| Zahnbehandlung | 100 % (auch über GOZ-Höchstsatz: bis 5-facher Satz GOZ ärztl., 2,5-fach technisch, 1,3-fach Labor) | 100 % bis GOZ-Höchstsatz | 100 % nach Preis- und Leistungsverzeichnis |
| Zahnersatz / Implantate | 90 % (auch über GOZ-Höchstsatz) inkl. Knochenaufbau; Inlays, Onlays, Veneers, Kronen, Brücken, Implantate, Funktionstherapie | 80 % bis GOZ-Höchstsatz | 60–75 % nach Preis- und Leistungsverzeichnis; max. 4 Implantate pro Kiefer |
| Kieferorthopädie | 70 % bis 18 J.; + 20 % Zusatzerstattung bei genehmigtem Heil- und Kostenplan (effektiv bis 90 %); bei Unfall keine Altersgrenze | 60 % bis 18 J.; bei Unfall keine Altersgrenze | Nur bei Unfall |
| Prophylaxe / PZR | 100 %; SB-anrechenbar | 100 % | Im Preis- und Leistungsverzeichnis |
| Bleaching | Bis 500 € | Nein | Nein |
| Zahnstaffel | Ab 5. VJ keine Begrenzung; bei Unfall sofort unbegrenzt | Gestaffelt in ersten Jahren | Begrenzt |
Die aktuellen Kompakttarife: KN, EKN, GN und ESN
Neben dem Modulbaukasten bietet die Württembergische auch klassische Kompakttarife an, bei denen ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen in einem einzigen Tarif gebündelt sind. Diese Kompakttarife eignen sich für Versicherungsnehmer, die keine individuelle Modullösung wünschen:
| Tarif | Zielgruppe / Positionierung | SB-Stufen | Kernleistungen |
|---|---|---|---|
| KN (Kompaktschutz Premium) | Angestellte und Selbstständige mit maximalem Leistungsanspruch | 600 / 1.200 € | Freie Arztwahl; Heilmittel 100 %; Heilpraktiker 80 % bis 2.000 €/Jahr; 1-/2-Bettzimmer + Chefarzt; Zahnersatz bis 90 % im Preis- und Leistungsverzeichnis; BRE bei Leistungsfreiheit |
| EKN (Einsteiger Komfort) | Berufseinsteiger; Angestellte mit Hausarztprinzip | 0 / 600 / 1.200 € | Hausarztprinzip (Facharzt 100 % mit Überweisung); Arznei-/Verbandmittel 80 % bis 2.000 € dann 100 %; Heilpraktiker 80 %; Krankenhaus allgemeine Leistungen; Zahn bis GOZ-Höchstsatz; „private Krankenversicherung mit Gesundheitsmanagement“ |
| GN (Grundschutz mit freier Arztwahl) | Preisbewusste mit freier Arztwahl; „Privat krankenversichert und Geld sparen“ | 300 / 600 / 1.200 € | Freie Arztwahl; Heilpraktiker 80 % bis 500 €/Jahr; Mehrbettzimmer; Zahnersatz 60–80 % je nach Leistungsverzeichnis; BRE bei Leistungsfreiheit |
| ESN (Existenzgründer / Einsteiger) | Selbstständige, Existenzgründer mit knappem Budget; günstigster Einstieg | 300 / 900 € | Hausarztprinzip (Facharzt mit Überweisung 100 %); Hilfs-/Heilmittel 60 %; Arznei-/Verbandmittel 80 %; Mehrbettzimmer; Zahnersatz nach Leistungsverzeichnis; „Preisgünstiger Schutz für Selbstständige“ |
Das Württembergische Beihilfe-System für Beamte
Das Modulbaukasten-System der Württembergischen ist auch für beihilfeberechtigte Beamte zugänglich. Die Beihilfe-Tarife folgen derselben A/S/Z-Logik mit dem Zusatz „S“ im Tarifsuffix (z.B. A1S, A2S, S1S, S2S, Z1S, Z2S etc.), sind aber speziell für Beihilfeempfänger kalibriert. So bieten die aktuellen Modulvarianten wie A1S_480 + S1S + Z1S dem beihilfeberechtigten Beamten premium-ambulante Leistungen (über GOÄ, Heilpraktiker ohne Jahresgrenze), Einbettzimmer und besten Zahnschutz – auf seine Beihilfequote abgestimmt. Alle gängigen Beihilfequoten (50–70 %) werden durch die Tarifkombinationen abgedeckt. Für Beamtenanwärter stehen entsprechende Anwärtertarife zur Verfügung. Die Württembergische nimmt an der PKV-Öffnungsklausel teil, was für gesundheitlich beeinträchtigte Beamte die Aufnahme zu tariflichen Konditionen mit festgelegtem Risikoaufschlag ermöglicht.
Württembergische PKV für alle Zielgruppen
Angestellte
| Schutzniveau | Empfohlene Kombination | Kernvorteil |
|---|---|---|
| Einstieg | GN 300 oder ESN 300 | Günstigster Beitrag; GN mit freier Arztwahl; ESN Hausarztprinzip; für junge Gesunde ideal |
| Komfort | A2_0 + S2 + Z2 | Freie Arztwahl bis GOÄ; 2-Bett + Chefarzt; 80 % Zahnersatz; individuell kombinierbar |
| Premium | A1_0 + S1 + Z1 | Über GOÄ; Einbettzimmer; Chefarzt; Heilpraktiker unbegrenzt; 90 % Zahnersatz; Bleaching; Wunschverlegung |
| Maßgeschneidert | A1_0 + S2 + Z1 | Premium ambulant + guter Zahnschutz; Komfort stationär; günstigerer Beitrag als A1+S1+Z1 |
Selbstständige
Für Selbstständige ohne AG-Zuschuss ist die SB-Optimierung besonders wichtig. Hier bietet die Württembergische mit dem Modulsystem maximale Flexibilität: Wer im ambulanten Bereich selten krank wird, wählt A1 mit höherem SB (z.B. 1.440 €/Jahr) und spart erheblich beim Beitrag bei gleichzeitig maximaler Leistungstiefe. Das Krankentagegeld ist als separater Baustein unverzichtbar und kann frei kombiniert werden. Der Beitragsentlastungstarif (SBVU/SBZU) sichert Beitragsreduktion ab Renteneintritt.
Studenten und Auszubildende
Die Württembergische bietet Studentenn und Auszubildenden Optionstarife, bei denen nach dem Studium ohne erneute Gesundheitsprüfung in die reguläre Vollversicherung gewechselt werden kann. Die GN-Tarife eignen sich als günstiger Einstieg; der Wechsel über das Optionsrecht in KN oder die Modultarife ist vereinbart.
Das Vitalbudget – flexible Budgetlösung für GKV-Versicherte
Für GKV-Versicherte, die keine klassische Einzelzusatzversicherung wünschen, bietet die Württembergische das innovative Vitalbudget: Ein jährliches Gesundheitsbudget (600 € oder 1.200 €) kann frei für ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen eingesetzt werden – ähnlich einem Gesundheits-Konto. Die Variante Vitalbudget Premium enthält Zahnleistungen; die Komfort-Variante ist mit separater Zahnzusatzversicherung kombinierbar. Besonderer Vorteil: maximale Flexibilität bei der Verwendung des Budgets, ohne starre Leistungsbegrenzungen je Kategorie.
Zusatzversicherungen der Württembergischen für GKV-Versicherte
| Produkt | Tarif(e) | Kernleistung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Krankenhauszusatzversicherung | SE SG (1-Bett + Chefarzt); SZ / SZ+SZE / SZR; weitere Tarife | Chefarztbehandlung + Ein-/Zweibettzimmer; für GKV-Versicherte; auch ergänzend zur PKV-Grundleistung | SE SG: Einbettzimmer + Chefarzt – als GKV-Zusatzversicherung toppositioniert; auch bei Krankenhaus-Rehazuschlag |
| Zahnzusatzversicherung | ZBU ZGU70 BZGU20; weitere Zahntarife | Zahnbehandlung 100 %; Zahnersatz bis 100 %; Implantate; KFO; Kostenerstattungsprinzip | ZBU ZGU70 BZGU20: bis 100 % Erstattung – als eine von wenigen Policen am Markt; Kooperation Salus BKK für vergünstigte Konditionen |
| Ambulante Zusatzversicherung | Premium / PremiumPlus; Ambulant Privatpatient | Arznei-/Verbandmittel; Heilmittel; Hilfsmittel; Vorsorge; Schutzimpfungen (nicht Heilpraktiker); Sehhilfen bis 250 €/2 Jahre (PremiumPlus) | PremiumPlus: Bei schwerer Erkrankung ambulante Privatpatientenbehandlung; Transportkosten ohne Summenbegrenzung bei Dialyse/Chemo/Strahlentherapie |
| Heilpraktiker- und Naturheilkunde-Zusatz | NaturMed; Ambulante Ergänzungsversicherung | Heilpraktiker, Osteopathie, Naturheilverfahren; bis 1.000 €/Jahr; kombinierbar mit Vitalbudget | Kann mit den Vitalbudgets kombiniert werden; breiter Leistungskatalog inkl. nicht wissenschaftlich anerkannte Methoden |
| Vitalbudget Komfort / Premium | 600 € oder 1.200 € Budget | Flexibles Gesundheitsbudget für ambulante + stationäre Leistungen; Premium inkl. Zahn | Neuartiger Budgetansatz; frei einsetzbar; keine festen Leistungstöpfe je Kategorie; Gesundheits-Check-ups (4 Module) enthalten |
| Pflegetagegeld | Pflegetagegeld (alle Pflegegrade) | Monatliches Pflegetagegeld ab Pflegegrad; ambulant und stationär | Alle Pflegegrade versichert; sowohl Pflege zu Hause als auch im Heim |
| Auslandskrankenversicherung | Einzel- und Familientarif | Weltweiter Schutz bis 6 Wochen; ambulant + stationär; Rücktransport; berufliche und private Reisen | Familientarif; Senioren über 70 Jahre zahlen höheren Beitrag; sehr preiswert |
| Krankentagegeld | KTG-Tarife (ab KH-Tag 6 oder ab KH-Tag 43) | Tagesgeldzahlung ab Krankenhausaufenthalt ab Tag 6 oder 43; zeitlich unbegrenzt | Stationäres KTG als Ergänzung zur PKV oder als separater Schutz; unverzichtbar für Selbstständige |
| Betriebliche Krankenversicherung (bKV) | Gruppen-bKV (diverse Leistungsprofile) | AG-finanzierter Zusatzschutz; steuer- und sv-frei bis 600 €/Jahr; Budgetmodell möglich | W&W-Konzernstärke im Unternehmensgeschäft; ganzheitliche Firmenkundenbetreuung |
Testergebnisse, Ratings und Beitragsentwicklung
| Quelle / Institut | Tarif / Bereich | Ergebnis |
|---|---|---|
| DFSI (Dt. Finanz-Service Institut) | Unternehmensqualität | „Gut“ |
| Focus Money | PKV-Qualität | „Gut“ |
| Stiftung Warentest / Finanztest | PKV-Vollversicherung | „Befriedigend“ (mit Ausnahmen) |
| Standard and Poor’s / FitchRating | Beitragsstabilität | Positiv – konservative Kalkulationspolitik bestätigt |
| Beitragsentwicklung historisch | Vollversicherung | Moderat im Branchenvergleich; 2017 Ø +0,95 %; 2016 Ø +7,02 %; nicht durch extreme BAP aufgefallen |
| BAP 2026 | Vollversicherung (Modultarife) | Ab 01.01.2026; moderat; konkrete %-Werte im KV-Lux verfügbar |
| Interner Tarifwechsel | § 204 VVG | Jederzeit möglich; Ø 43 % Ersparnis laut KVoptimal; größtes Einsparpotenzial im Vergleich |
| Finanztest 10/2016 | Beihilfe / Beamte | Beihilfeergänzungs- und Wahlleistungstarife im Test |
Unsere Einschätzung zur Württembergischen Krankenversicherung
Die Württembergische Krankenversicherung AG ist eine solide, konservativ kalkulierte PKV mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal: dem modularen Baukasten mit 27+ Kombinationsmöglichkeiten aus neun Modulen. Wer seinen Gesundheitsschutz wirklich individuell anpassen möchte – premium ambulant, komfort stationär, premium Zahn – findet hier eine der flexibelsten Lösungen am Markt. Der A1-Modul mit Heilpraktiker ohne Jahresgrenze und 60 Psychotherapiesitzungen, der S1-Modul mit Einbettzimmer, Chefarzt und Wunschverlegung sowie der Z1-Modul mit 90 % Zahnersatz über GOZ-Höchstsatz sind auf Marktspitzenniveau. Die Konzernzugehörigkeit zur W&W-Gruppe sichert finanzielle Solidität. Kritisch zu sehen: Der Stiftung-Warentest-Urteil „Befriedigend“ deutet auf Verbesserungspotenzial bei bestimmten Leistungsdimensionen hin. Das Modulsystem ist leistungsseitig stark, erfordert aber beim Abschluss eine sorgfältige Beratung – falsch zusammengestellte Module können Lücken erzeugen, die Versicherungsnehmer ohne Fachberatung nicht erkennen.
Württembergische Krankenversicherung – Kontakt und wichtige Links
| Württembergische Krankenversicherung AG – auf einen Blick | |
|---|---|
| Sitz | Gutenbergstraße 30, 70716 Stuttgart |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft (AG); 100 % Tochter der W&W AG |
| Konzern | Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) – Sitz Kornwestheim; gegr. 1999 |
| Gründung Württembergische KV AG | 1998 (als eigenständige AG); Konzernwurzeln: 1828 |
| Kundentelefon | 0711 662-721990 |
| PKV-Vollversicherung | https://www.wuerttembergische.de/gesundheit/private-krankenversicherung/ |
| Ambulante Zusatzversicherung | https://www.wuerttembergische.de/gesundheit/ambulante-zusatzversicherung/ |
| Vitalbudget | https://www.wuerttembergische.de/gesundheit/krankenzusatzversicherung/ |
| Aktuelle AVB (PDF) | https://www.wuerttembergische.de/gesundheit/private-krankenversicherung/ (Downloadbereich) |
| Heilmittelverzeichnis BBhV | Verfügbar im Downloadbereich der Württembergischen-Website |
Geschichte: Von der Württembergischen Feuerversicherung 1828 zur modernen W&W-Krankenversicherung
Die Geschichte der Württembergischen Krankenversicherung beginnt nicht mit einer Krankenversicherung, sondern mit dem Feuer: Im Jahr 1828 – Württemberg war damals noch ein Königreich – gründeten Stuttgarter Kaufleute und Bürger die „Württembergische Privat-Feuer-Versicherungs-Gesellschaft“, die als erste private Sachversicherung Süddeutschlands gilt. Das Unternehmen sicherte zunächst Häuser und Gebäude gegen Brandschäden ab – in einer Zeit, als das Brandrisiko durch Holzbauweise und fehlende Feuerwehren allgegenwärtig war. Beteiligte Kaufleute, darunter das Bankhaus Sal. Oppenheim, erkannten den gesellschaftlichen Bedarf an systematischer Risikoabsicherung.
Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wuchs die Württembergische zu einem Allspartenversicherer. Der Name wurde 1991 im Zuge einer Umfirmierung geändert. Parallel dazu entwickelte sich seit 1921 in der schwäbischen Kleinstadt Wüstenrot eine ganz andere Versicherungsidee: Die „Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot“ (GdF) wurde als genossenschaftliche Bausparkasse ins Leben gerufen, um Familien den Erwerb von Wohneigentum zu ermöglichen – ein zutiefst sozialer Ansatz in der Weimarer Republik. 1924 nahm die Bausparkasse Wüstenrot regulär ihren Betrieb auf.
Die Württembergische Krankenversicherung AG wurde formal 1998 als eigenständige Gesellschaft des Württembergischen Konzerns gegründet – und damit zunächst sehr jung. Ein Jahr später, 1999, vollzog sich der große strategische Schritt: Die Fusion von Württembergische (Stuttgart) und Wüstenrot (Ludwigsburg) zur Wüstenrot & Württembergische AG (W&W), mit Konzernsitz in Kornwestheim. Seitdem vereint der W&W-Konzern unter einem Dach Bausparen, Lebens-, Sach- und Krankenversicherung sowie Finanzdienstleistungen. 2005 kamen die Karlsruher Versicherungen als weiterer strategischer Baustein zur W&W-Gruppe hinzu.
Heute ist die Württembergische Krankenversicherung AG der Krankenversicherungsarm des W&W-Konzerns und betreut Privat- und Firmenkunden mit einem breiten Portfolio aus PKV-Vollversicherung, Zusatzversicherungen und dem innovativen Vitalbudget. Die schwäbische Tradition – solide, zuverlässig, konservativ kalkuliert – prägt die Gesellschaft bis heute.
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