Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK) 2026: Marktführer in Bayern und der Pfalz – der PKV-Spezialist für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare im Konzern der Versicherungskammer Bayern

Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK) - Marktführer – der PKV-Spezialist für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare
Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK) – Marktführer – der PKV-Spezialist für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare

Die Bayerische Beamtenkrankenkasse Aktiengesellschaft (BBKK) mit Sitz in München ist eine der bekanntesten und traditionsreichsten privaten Krankenversicherungen Deutschlands – und gleichzeitig eine, die viele Menschen falsch einordnen. Trotz ihres Namens ist die BBKK keine gesetzliche Krankenkasse, sondern eine vollwertige private Krankenversicherung (PKV) nach dem Versicherungsvertragsgesetz.

Gegründet 1926 von der Bayerischen Versicherungskammer ursprünglich als Krankenversicherung für bayerische Staatsbeamte, ist die BBKK heute Marktführer in Bayern und der Pfalz und offen für alle PKV-Zielgruppen: Angestellte, Selbstständige, Beamte, Kinder und Studenten gleichermaßen.

2026 versichert sie gemeinsam mit ihrer bundesweiten Schwestergesellschaft, der Union Krankenversicherung AG (UKV), rund 3 Millionen Menschen – die drittgrößte private Krankenversicherungsgruppe Deutschlands.

Bayerische Beamtenkrankenkasse AG – auf einen Blick 2026

Vollständiger NameBayerische Beamtenkrankenkasse Aktiengesellschaft (BBKK)
SitzMaximilianstraße 53, 80530 München
RechtsformAktiengesellschaft (AG); vollständig im Besitz der Consal Beteiligungsgesellschaft AG
Gründung1926 von der Bayerischen Versicherungskammer als „Krankenkasse für Staatsbeamte”
KonzernzugehörigkeitVersicherungskammer Bayern (VKB) – größter öffentlich-rechtlicher Versicherer Deutschlands
Eigentümerstruktur100 % Consal Beteiligungsgesellschaft AG (VKB-Holding); BBKK selbst hält 10 % an der UKV
SchwestergesellschaftUnion Krankenversicherung AG (UKV), Saarbrücken – gleiches Tarifwerk
Versicherte (BBKK + UKV)Rund 3 Millionen – drittgrößte PKV-Gruppe Deutschlands
MarktpositionMarktführer in Bayern und der Pfalz; stark präsent in den neuen Bundesländern
MitarbeiterÜber 750
VertriebSparkassen Bayern (23.000 Filialen), eigene Agenturen, Makler, Genossenschaftsbanken
Telefon089 2160-8888
E-Mail / Websiteservice@vkb.de · www.vkb.de

BBKK und VKB: Was steckt hinter dem Namen?

Wer die BBKK googelt, landet häufig auf der Website der Versicherungskammer Bayern (VKB) – und das ist kein Zufall. Die Marke „Versicherungskammer Bayern” ist der Konzernname für insgesamt 15 Versicherungsunternehmen, die unter dem Dach der öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstalt des Freistaates Bayern zusammengefasst sind. Die BBKK ist innerhalb dieses Konzerns der PKV-Träger für Bayern und die Pfalz. Das bedeutet: Wer in Bayern oder der Pfalz eine PKV über die Versicherungskammer abschließt, schließt rechtlich einen Vertrag mit der Bayerischen Beamtenkrankenkasse AG – auch wenn der Außenauftritt unter dem Markennamen „Versicherungskammer Bayern” erfolgt.

Diese Marken-Doppelidentität erklärt eine häufige Verwirrung: Die BBKK ist kein Spezialprodukt nur für Beamte. Der historische Name täuscht. Heute versichert die BBKK genauso Angestellte, Selbstständige, Freiberufler und Kinder wie jede andere PKV-Gesellschaft. Der Beamten-Schwerpunkt ist historisch – und lebt fort in einer besonders tiefen Expertise bei Beihilfetarifen und Dienstunfähigkeitsschutz, die zu den stärksten der Branche gehören.

Wichtige Orientierung:Wer in Bayern oder der Pfalz über die Versicherungskammer Bayern eine PKV abschließt, ist Vertragspartner der Bayerischen Beamtenkrankenkasse AG (BBKK). Wer außerhalb Bayerns über Sparkassen oder andere öffentliche Versicherer eine PKV aus diesem Konzern abschließt, ist Vertragspartner der Union Krankenversicherung AG (UKV). Beide nutzen das identische Tarifwerk.

BBKK vs. UKV: Zwei Gesellschaften, ein Tarifwerk – der entscheidende Unterschied

Die häufigste Frage zum BBKK-UKV-Verhältnis ist: Was ist der Unterschied? Die klare Antwort: Die Tarife, Leistungen und Versicherungsbedingungen sind identisch. GesundheitVARIO 400/800/1.600, die VARIO-Ergänzungsbausteine, die BeihilfeCOMFORT-Tarife für Beamte, die Zusatzversicherungen – alles ist in beiden Gesellschaften gleich aufgebaut und gleich kalkuliert. Die Beitragsanpassungen finden simultan statt.

Der Unterschied ist strukturell und vertrieblich: Die BBKK ist regionaler Marktführer in Bayern und der Pfalz und historisch der ältere der beiden PKV-Träger im Konzern. Sie verfügt über ein enges Netz aus Sparkassengeschäftsstellen in Bayern, eigenen Agenturen und Kundendienststellen. Die UKV hingegen ist das bundesweite Pendant, gegründet 1979 als Gemeinschaftsunternehmen öffentlicher Versicherer, mit Sitz in Saarbrücken und Vertrieb über das gesamte Sparkassen-Bundesgebiet.

MerkmalBBKKUKV
SitzMünchenSaarbrücken
Gründung19261979
VertriebsschwerpunktBayern, Pfalz, neue BundesländerBundesweit über Sparkassen + öffentliche Versicherer
TarifeIdentisch mit UKVIdentisch mit BBKK
MarkeVersicherungskammer Bayern / BBKKUKV / Union Krankenversicherung
Historischer KernBeamte BayernÖffentliche Versicherer bundesweit
Beteiligungsstruktur100 % Consal; BBKK hält 10 % an UKV90 % VKB-Consal + 10 % BBKK

Das Tarifangebot der BBKK: Was Beamte und alle anderen bekommen

Das PKV-Portfolio der BBKK folgt einem klaren Dreisäulenmodell: Vollversicherung für alle PKV-fähigen Personen, Beihilfeergänzungstarife speziell für Beamte sowie Krankenzusatzversicherungen für GKV-Versicherte. Das gemeinsame Fundament aller Vollversicherungstarife ist der Hochleistungstarif GesundheitVARIO, der seit 1. Januar 2020 auf dem Markt ist und von Franke & Bornberg in der Vollkombination mit allen VARIO-Ergänzungsbausteinen die Höchstnote FFF+ „hervorragend” erhielt.

TarilfamilieProdukteFür wen?
VollversicherungGesundheitVARIO 400 / 800 / 1.600 (+ VARIO-Ergänzungsbausteine)Angestellte, Selbstständige, Freiberufler, Kinder
Einsteiger-VollversicherungCompactPRIVAT Start; CompactPRIVAT/S (neue Bundesländer)Preisbewusste PKV-Einsteiger, Existenzgründer
Beihilfe-ErgänzungBeihilfeCOMFORT / BeihilfeCOMFORT SBBeamte, Beamtenanwärter, Referendare, Richter, Soldaten
Zusatzversicherungen GKVKlinikPRIVAT, VorsorgePRIVAT, ZahnPRIVAT Premium, Pflegetagegeld, SpezialOnTOPGKV-Versicherte mit gezieltem Ergänzungsbedarf
KrankentagegeldTAF / TAGSelbstständige, Freiberufler, Angestellte zur Einkommensabsicherung
PflegePflegezusatzversicherung; Private PflegepflichtversicherungAlle PKV-Vollversicherten + GKV-Versicherte
Betriebliche KVGruppen-KV; bKV-TarifeUnternehmen und öffentliche Arbeitgeber

Der Beihilfe-Schwerpunkt: Warum die BBKK für Beamte die erste Adresse ist

Beamte haben in Deutschland einen besonderen Gesundheitsstatus: Sie erhalten vom Dienstherrn Beihilfe – einen staatlichen Zuschuss zu ihren Krankheitskosten in Höhe von 50 bis 80 Prozent je nach Bundesland, Familienstand und Besoldungsgruppe. Den verbleibenden Kostenanteil müssen sie privat absichern – das ist der klassische Beihilfeergänzungstarif. Die BBKK ist in diesem Bereich nicht nur historisch spezialisiert, sondern zählt zu den technisch versiertesten Anbietern auf dem Markt.

Die Beihilfetarif-Expertise zeigt sich in mehreren Dimensionen: Die BBKK kennt die Beihilfesätze aller deutschen Bundesländer und des Bundes und kann die Restkostenquoten exakt berechnen. BeihilfeCOMFORT und BeihilfeCOMFORT SB decken alle gängigen Beihilfebemessungssätze ab – 20 %, 30 %, 50 %, 70 % und 80 %. Für Bundesbeamte, bayerische Staatsbeamte, Landesbeamte der Pfalz und Beamte anderer Bundesländer stehen angepasste Tarife bereit.

Besonders für Beamtenanwärter und Referendare bietet die BBKK attraktive Einstiegsbedingungen: Ausbildungstarife mit niedrigen Anfangsbeiträgen, die bei Verbeamtung auf Probe oder auf Lebenszeit nahtlos auf Vollschutztarife umgestellt werden können – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Das Optionssystem des GesundheitVARIO ermöglicht diese lebenslagengerechte Anpassung flexibel und rechtssicher.

Der Vertrieb über Sparkassen: 23.000 Filialen als Vertriebsstärke

Ein struktureller Vorteil der BBKK gegenüber vielen anderen PKV-Gesellschaften ist ihr Vertriebsnetz. Als Teil der Sparkassen-Finanzgruppe hat die BBKK Zugang zu den Sparkassen-Filialen in Bayern – einem der dichtesten Filialnetze im deutschen Bankenwesen. In mehr als 23.000 Sparkassengeschäftsstellen bundesweit und zahllosen eigenen Agenturen und Kundendienststellen werden BBKK- (in Bayern) und UKV-Produkte (bundesweit) angeboten.

Für viele Kunden – insbesondere im öffentlichen Dienst – ist das ein wichtiger Vorteil: Wer seine Finanzgeschäfte über die Sparkasse abwickelt und bei der kommunalen Verwaltung oder im Staatsdienst arbeitet, findet bei der BBKK einen Anbieter, der sowohl inhaltlich als auch vertrieblich in seiner Lebenswelt verankert ist. Der öffentliche Dienst ist der historische Schwerpunkt des Consal-Vertriebs – mit direkten Zugängen zu Lehrern, Polizeibeamten, Feuerwehrleuten, Richtern, Soldaten und kommunalen Bediensteten.

PKV nach Personengruppen bei der BBKK

Die BBKK spricht – trotz des Beamten-Namens – alle PKV-fähigen Personengruppen an. Ein kurzer Überblick nach Zielgruppen zeigt, warum das Angebot über den Beamtenbereich weit hinausgeht:

PersonengruppeEmpfohlene TarifeBesonderheiten der BBKK
Beamte / BeihilfeberechtigteBeihilfeCOMFORT / BeihilfeCOMFORT SBJahrzehntelange Spezialkompetenz; alle Bundes- und Ländersätze abgedeckt; günstige Beamtenanwärter-Tarife
Beamtenanwärter / ReferendareAusbildungstarife → BeihilfeCOMFORTEinstieg mit Beitragsgarantie; garantiertes Optionsrecht auf Vollschutz ohne GS
Angestellte über JAEGGesundheitVARIO 400 / 800 / 1.600Arbeitgeberzuschuss bis 508,59 €/Monat (2026); Elternzeit-Beitragsfreistellung bis 6 Monate
Selbstständige / FreiberuflerGesundheitVARIO + Krankentagegeld TAFHamburger Modell beim KTG; offener Hilfsmittelkatalog; hohe Beitragsrückerstattung
Kinder / NeugeboreneGesundheitVARIO mit halbem SBAufnahme ab Geburt ohne Gesundheitsprüfung wenn Elternteil versichert; KFO 100 % abgedeckt
StudentenStudenten-PKV-TarifeGünstige Beiträge; nahtloser Übergang nach Studienabschluss; kein Leistungsverlust
Öffentlicher Dienst allgemeinGruppen-KV; Betriebliche KVDirektzugang über Dienstherren; spezielle Konditionen für Behörden und kommunale Einrichtungen

Fünf Fragen zur Bayerischen Beamtenkrankenkasse

Kann ich mich bei der BBKK versichern, auch wenn ich kein Beamter bin?

Ja, unbedingt. Trotz des historischen Namens ist die BBKK eine vollwertige private Krankenversicherung für alle PKV-berechtigten Personen. Angestellte mit Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze, Selbstständige, Freiberufler, Kinder und Studenten können sich genauso wie Beamte bei der BBKK versichern – und erhalten denselben GesundheitVARIO-Hochleistungstarif.

Was unterscheidet BBKK und UKV konkret?

Die Tarife, Leistungen und Beiträge sind identisch. Der Unterschied liegt im rechtlichen Vertragspartner und im regionalen Vertriebsschwerpunkt: Wer in Bayern oder der Pfalz bei der Versicherungskammer eine PKV abschließt, ist Vertragspartner der BBKK. Wer bundesweit über andere öffentliche Versicherer oder Sparkassen außerhalb Bayerns abschließt, wird Vertragspartner der UKV. Für den Versicherten im Alltag – Leistungserstattung, Servicequalität, Tarifrechte – gibt es keinen Unterschied.

Warum heißt die BBKK „Beamtenkrankenkasse”, wenn sie keine gesetzliche Kasse ist?

Der Name stammt aus dem Jahr 1926, als die BBKK tatsächlich als Sonder-Krankenkasse für bayerische Staatsbeamte gegründet wurde. Damals gab es keine klare Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung in der heutigen Form. Mit der Entwicklung des deutschen Sozialversicherungsrechts wurde die BBKK zu einem vollständig privaten Krankenversicherer – der Name blieb aber. Heute ist er eher Marketingmerkmal und Traditionspflege als genaue Beschreibung des Kundenkreises.

Ist die BBKK wirklich Marktführer in Bayern?

Ja – die BBKK ist der führende PKV-Anbieter in Bayern und der Pfalz. Das liegt an der langen Geschichte im Freistaat, dem engen Sparkassen-Vertriebsnetz, der traditionell starken Stellung im öffentlichen Dienst und dem breiten Tarifangebot. Gemeinsam mit der UKV bildet die BBKK die drittgrößte private Krankenversicherungsgruppe Deutschlands.

Was ist die Consal Beteiligungsgesellschaft?

Die Consal Beteiligungsgesellschaft AG ist die Holding, unter der das gesamte Kranken- und Pflegeversicherungsgeschäft der Versicherungskammer Bayern gebündelt ist. Sie hält 100 Prozent der Anteile an der BBKK und 90 Prozent an der UKV – die verbleibenden 10 Prozent der UKV hält die BBKK selbst. Die Consal wurde im Jahr 2000 gegründet, als BBKK und UKV zu einer gemeinsamen Krankenversicherungsgruppe zusammengeführt wurden.

Unsere Einschätzung zur BBKK

Die Bayerische Beamtenkrankenkasse ist mehr als ein regionaler Versicherer mit historischem Namen – sie ist der PKV-Träger eines der finanzkräftigsten Versicherungskonzerne Deutschlands. Wer in Bayern oder der Pfalz lebt und eine PKV sucht, kommt an der BBKK kaum vorbei: Das Spartangebot ist exzellent, das Beihilfe-Know-how für Beamte unübertroffen, und das GesundheitVARIO-System zählt zu den innovativsten Vollversicherungskonzepten auf dem deutschen Markt.

Für Nicht-Beamte ist die BBKK eine starke Wahl mit solidem Konzernrückhalt und breitem Vertriebsnetz. Für Beamte und alle im öffentlichen Dienst – insbesondere in Bayern – ist sie die natürliche erste Adresse: historisch verwurzelt, tariflich spezialisiert, regional verankert.

Kontakt Bayerische Beamtenkrankenkasse AG

AnschriftMaximilianstraße 53, 80530 München
Kundentelefon089 2160-8888
Hauptverwaltung089 21600
Fax089 2160-8001
E-Mailservice@vkb.de
Websitehttps://www.vkb.de
Schwestergesellschaft UKVhttps://www.ukv.de
Konzern VKBhttps://www.konzern-versicherungskammer.de

Geschichte: Von der „Krankenkasse für Staatsbeamte” 1926 zur drittgrößten PKV-Gruppe Deutschlands

Die Geschichte der Bayerischen Beamtenkrankenkasse ist ein Spiegel der bayerischen Staatsgeschichte im 20. Jahrhundert. Sie beginnt nicht mit einem unternehmerischen Gründungsimpuls, sondern mit einem staatlichen Auftrag: Im Jahr 1926 gründete die Bayerische Versicherungskammer – damals noch eine staatliche Behörde unter Aufsicht des Freistaats Bayern – die Bayerische Beamtenkrankenkasse als Krankenversicherung für die bayerischen Staatsbeamten. Diese hatten bis dahin keinen gesicherten gesetzlichen Krankenversicherungsschutz – die BBKK sollte diese Lücke schließen und gleichzeitig im Sinne des öffentlich-rechtlichen Fürsorgegedankens Versicherungsschutz zum Selbstkostenpreis bieten.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg und der Währungsreform von 1948 vollzog sich ein tiefgreifender Wandel: Die Bayerische Versicherungskammer entwickelte sich von einer verwaltenden Staatsbehörde zu einem modernen Wirtschaftsunternehmen. Der öffentlich-rechtliche Charakter blieb erhalten – die unternehmerische Ausrichtung wurde moderner. Die BBKK wuchs mit dem bayerischen Staat: Je mehr Beamte, Lehrer, Polizisten und Verwaltungsangestellte der Freistaat beschäftigte, desto stärker expandierte die Kundenbasis der BBKK.

Ein historischer Wendepunkt kam 1994: Im Zuge der Liberalisierung des Europäischen Binnenmarkts und des damit verbundenen Endes der staatlichen Gebäudeversicherungsmonopole entschied der Freistaat Bayern, sich vollständig aus dem operativen Versicherungsgeschäft zurückzuziehen. Das „Gesetz zur Neuordnung der Rechtsverhältnisse der öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstalten des Freistaates Bayern” aus dem Juli 1994 war das Ergebnis: Die Bayerische Versicherungskammer wurde als Behörde aufgelöst und als Anstalt des öffentlichen Rechts neu gegründet. Die Bayerische Beamtenkrankenkasse wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt – rechtlich modernisiert, inhaltlich unverändert im Dienst ihrer Versicherten.

1999 beschlossen die Aufsichtsgremien der BBKK und der Union Krankenversicherung AG, die beiden öffentlichen PKV-Träger strategisch zu einer gemeinsamen Krankenversicherungsgruppe zusammenzuführen. Im Jahr 2000 wurde die Consal Beteiligungsgesellschaft AG als gemeinsame Holding gegründet. BBKK und UKV behielten ihre rechtliche Eigenständigkeit, teilten fortan aber Tarifwerk, Produktentwicklung und Kalkulation. Damit entstand eine der größten PKV-Gruppen Deutschlands unter dem Dach eines öffentlich-rechtlichen Versicherungskonzerns.

Die logische Konsequenz dieser Verbindung war eine gemeinsame Tarifgeneration: Der GesundheitVARIO, eingeführt zum 1. Januar 2020, war das erste vollständig für UKV und BBKK gemeinsam entwickelte Tarifwerk und wurde von Experten und Ratingagenturen sofort als Meilenstein im deutschen PKV-Markt anerkannt. Das Selbstbehaltsmodell – SB ausschließlich ambulant, stationär und zahnärztlich SB-frei – war ein echtes Innovationsmerkmal.

Heute ist die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG der Marktführer in Bayern und der Pfalz und zählt zusammen mit der UKV zu den wichtigsten PKV-Gesellschaften Deutschlands. Über 750 Mitarbeiter, mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz (2016) und ein Konzernrückhalt durch den größten öffentlich-rechtlichen Versicherer Deutschlands machen die BBKK zu einem der stabilsten und verlässlichsten Partner für die private Krankenversicherung – mit Wurzeln, die bis in das Bayern des Jahres 1926 reichen.

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