Mecklenburgische Krankenversicherung 2026: Deutschlands ältester Versicherungsverein und seine PKV

Inhaltsverzeichnis

Im Bereich der privaten Krankenversicherung ist die Mecklenburgische mit einer eigenen Tochtergesellschaft aktiv: der Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG, gegründet im Jahr 2000 und seitdem als eigenständiger PKV-Anbieter unter dem Dach der Versicherungsgruppe tätig.

Diese AG agiert als Mitglied im Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und im GDV – und bedient bundesweit alle relevanten Zielgruppen: Angestellte, Selbstständige, Freiberufler und Beamte.

Das Besondere an der Mecklenburgischen ist die Kombination aus echter Langzeittradition und modernem, flexiblem Tarifaufbau. Ihr Krankenversicherungsportfolio setzt auf ein durchdachtes Baukastensystem – die proME-Tarifreihe – mit dem sich GKV-Versicherte wie auch PKV-Vollversicherte ihre Absicherung individuell zusammenstellen können.

Und wer sich einmal für die Mecklenburgische entschieden hat, schätzt meist die transparente Tarifstruktur und die verlässliche, persönliche Betreuung durch ein dichtes Netz aus rund 800 hauptberuflichen Agenturen und 24 Bezirksdirektionen bundesweit.

Mecklenburgische Krankenversicherung – Profil 2026

Vollständiger Name (Kranken-KV)Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG
MuttergesellschaftMecklenburgische Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit (VVaG), Hannover
SitzPlatz der Mecklenburgischen 1, 30625 Hannover
Gründung Kranken-KV2000 (als Tochtergesellschaft der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe)
Gründung Muttergesellschaft1797 in Neubrandenburg – ältester deutscher VVaG mit überregionalem Betrieb
Rechtsform MuttergesellschaftVersicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) – keine Aktionäre, Versicherte sind Mitglieder
VertriebAusschließlichkeitsorganisation: ca. 800 hauptberufliche Agenturen, 24 Bezirksdirektionen, 2 Vertriebsbüros bundesweit
PKV-Vollversicherungs-TarifsystemproME-Baukastensystem: ambulante Bausteine (proME), stationäre Tarife (proMEZS/proMEZSplus), Zahntarife (proMEZZ), Kompakttarife (AK/AKplus)
Zusatzversicherungen (GKV)Ambulant (proME / AK / AKplus), Stationär (proMEZS / proMEZSplus), Zahn (proMEZZ70–100 / proME Zahnplus), Reisekranken, Krankentagegeld, Krankenhaustagegeld, Pflegetagegeld
Selbstbehalt-OptionenVerschiedene Selbstbehaltstufen wählbar; Einsteigervariante proMEZSplus ohne Altersrückstellung verfügbar
Telefon0511 5351-0 (Hauptverwaltung)
Websitewww.mecklenburgische.de

Die Mecklenburgische als VVaG: Was über 225 Jahre Eigenständigkeit bedeuten

Was bedeutet VVaG?Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sind die Versicherten zugleich Mitglieder des Vereins. Es gibt keine externen Aktionäre – Überschüsse bleiben im Unternehmen und kommen den Mitgliedern zugute. Die Mecklenburgische ist damit frei von Renditeerwartungen externer Kapitalgeber.
Eigenständigkeit seit1797 – niemals verkauft, niemals in einen Konzernverbund überführt

 

Die PKV-Vollversicherung der Mecklenburgischen: Das proME-Baukastensystem

Die private Krankenvollversicherung der Mecklenburgischen ist auf einem flexiblen Baukastenprinzip aufgebaut, das unter der Dachmarke proME zusammengefasst wird. Dieses System erlaubt es Versicherungsnehmern, ihren Versicherungsschutz aus einzelnen Bausteinen für ambulante Leistungen, stationäre Leistungen und zahnärztliche Leistungen individuell zusammenzustellen – und dabei Selbstbehalte, Leistungsstufen und Erstattungssätze nach den eigenen Bedürfnissen zu wählen.

Das Grundprinzip ist dabei einfach: Je nach gewähltem Leistungspaket und Selbstbehalt ergibt sich ein individuell kalkulierter Beitrag. Wer gesund ist und selten Arztleistungen in Anspruch nimmt, kann durch einen höheren Selbstbehalt deutlich an Prämie sparen – ohne auf die wesentlichen Leistungen zu verzichten. Wer Planungssicherheit bevorzugt, wählt eine niedrige oder keine Selbstbeteiligung und hat im Krankheitsfall volle Kostendeckung ohne Eigenanteil.

Ambulante Leistungen in der PKV-Vollversicherung

Der ambulante Kernbaustein der Mecklenburgischen PKV-Vollversicherung erstattet die Kosten für ärztliche Behandlungen bis zu den Höchstsätzen der GOÄ – also bis zum 3,5-fachen Satz für ärztliche Leistungen, 2,5-fachen für technische Leistungen und 1,3-fachen für Laborleistungen. In bestimmten Tarifen ist sogar die Erstattung über die GOÄ-Höchstsätze hinaus möglich, was besonders für Versicherungsnehmer relevant ist, die hochspezialisierte Ärzte aufsuchen, die außerhalb der Standardgebührenordnung abrechnen.

Sehhilfen sind ebenfalls enthalten: Bis zu 250 Euro werden für Gläser, Brillengestelle und Kontaktlinsen erstattet, mit erneutem Anspruch nach zwei Jahren oder bei einer Änderung der Sehstärke um mindestens 0,5 Dioptrien. Psychotherapie wird großzügig berücksichtigt: Die ersten 30 Sitzungen werden zu 100 Prozent erstattet, jede weitere Sitzung während der gesamten Vertragslaufzeit noch zu 75 Prozent. Auch stationäre Psychotherapie ist versichert – ein Leistungsmerkmal, das in der heutigen Zeit psychischer Belastungen besondere Relevanz hat.

Mit dem Zusatzbaustein proME Natur können Versicherungsnehmer auch die Kosten für Heilpraktiker, naturheilkundliche Untersuchungen und alternative Heilbehandlungen absichern – ein Baustein, der auf die wachsende Nachfrage nach integrativmedizinischen Ansätzen reagiert.

Stationäre Leistungen in der PKV-Vollversicherung

Für den stationären Bereich bietet die Mecklenburgische zwei Tarifstufen an: proMEZS und proMEZSplus. Beide ermöglichen bei Krankenhausaufenthalten die Wahl des Krankenhauses, Chefarztbehandlung oder die Behandlung durch weitere gewünschte Spezialisten sowie die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Der Unterschied liegt in der Kalkulation und im Auslandsschutz: Im Tarif proMEZS werden stationäre Aufenthalte im Ausland mit bis zu 100 Euro täglich erstattet; im Tarif proMEZSplus sind es sogar bis zu 200 Euro je Tag – eine wichtige Absicherung für Versicherungsnehmer, die häufig ins Ausland reisen oder dort leben.

Der Tarif proMEZSplus wird als Einsteigervariante ohne Altersrückstellungen angeboten. Das bedeutet: Der Einstiegsbeitrag ist günstiger als bei Tarifen mit Altersrückstellung, weil keine Kapitalreserven für das Alter aufgebaut werden. Für jüngere Versicherungsnehmer zwischen 16 und 49 Jahren ist das eine besonders kosteneffiziente Option – mit dem Wissen, dass die Prämie im Laufe der Zeit stärker ansteigen kann als bei einem rückstellungsfinanzierten Tarif.

Zahnärztliche Leistungen in der PKV-Vollversicherung

Im Zahnsegment bietet die Mecklenburgische flexible Erstattungsstufen für den Zahnersatz: 70, 80, 90 oder 100 Prozent – je nachdem, welche Absicherungsstufe gewählt wird. Diese Auswahl macht es möglich, den Zahnschutz exakt auf das gewünschte Niveau einzustellen, ohne für Leistungen zu zahlen, die nicht benötigt werden.

Zahnbehandlungen – also Füllungen, Wurzelbehandlungen, Parodontosebehandlungen und die professionelle Zahnreinigung – werden in allen Zahntarifen zu 100 Prozent erstattet. Inlays werden ebenfalls zu 100 Prozent übernommen (in bestimmten Tarifen bis zu den GOZ-Höchstsätzen). Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist mit 80 Prozent in den Tarifen enthalten. Eine Summenbegrenzung gibt es in den Vollversicherungstarifen grundsätzlich nicht – die Erstattung ist von Beginn an unbegrenzt, was die Mecklenburgische von vielen Zusatzversicherungsanbietern unterscheidet.

Wer auch im Bereich Zahnersatz eine Bonusheft-Regelung berücksichtigen möchte: Im Tarif proMEaktivplus gilt ein Sonderantrieb für regelmäßige Prophylaxe – wer die letzten drei Kalenderjahre nachweislich Prophylaxe betrieben hat, erhält 80 Prozent Zahnersatzerstattung; wer das nicht nachweisen kann, erhält 65 Prozent. Das ist ein bewusster Anreiz, die eigene Zahngesundheit aktiv zu pflegen.

BereichTarif/BausteinKernleistungBesonderheit
AmbulantproME (verschiedene Selbstbehaltstufen)100 % bis GOÄ-Höchstsatz; in Premiumtarifen auch darüber hinausSehhilfen bis 250 €; Psychotherapie 30 Sitzungen 100 %, danach 75 % unbegrenzt
Ambulant NaturproME Natur (Zusatzbaustein)Heilpraktiker, Naturheilverfahren, OsteopathieKombinierbar mit allen ambulanten Tarifen
StationärproMEZSFreie Krankenhauswahl, Chefarzt, Ein-/Zweibettzimmer; Ausland bis 100 €/TagMit Altersrückstellung – stabile Prämie
Stationär EinsteigerproMEZSplusGleiche Leistungen; Ausland bis 200 €/TagOhne Altersrückstellung; günstig für 16–49 Jährige
ZahnproMEZZ 70/80/90/100Zahnersatz je nach Stufe 70–100 %; Zahnbehandlung + PZR 100 %Keine Summenbegrenzung in der Vollversicherung; KFO bis 18 J. zu 80 %
Zahn VollschutzproME ZahnplusZahnersatz + Zahnbehandlung + Prophylaxe kombiniertRundum-Zahnabsicherung in einer Police

Kompakttarife AK und AKplus für die ambulante Zusatzversicherung

Für GKV-Versicherte, die einen unkomplizierten Einstieg in die private Zusatzabsicherung suchen, bietet die Mecklenburgische mit den Kompakttarifen AK und AKplus eine besonders übersichtliche Lösung. Diese Tarife bündeln mehrere Leistungsbereiche in einer einzigen Police: Ambulanter Schutz vor GKV-Zuzahlungen, Zahnersatz-Erstattung, Vorsorgeuntersuchungen und naturheilkundliche Behandlungen sind in einem Paket zusammengefasst.

Der Vorteil dieser Kompakttarife liegt auf der Hand: Statt mehrerer einzelner Bausteine verwaltet der Versicherungsnehmer nur einen Vertrag, zahlt einen übersichtlichen Gesamtbeitrag und hat trotzdem breite Abdeckung. Besonders für Berufseinsteiger und Familien, die einen soliden Basisschutz zu einem planbaren Preis suchen, sind AK und AKplus eine empfehlenswerte Wahl.

Die Zahnzusatzversicherung für GKV-Versicherte: proMEZZ und proME Zahnplus

Für GKV-Versicherte, die ihren gesetzlichen Zahnschutz gezielt ergänzen wollen, bietet die Mecklenburgische die proMEZZ-Tarifreihe an – in verschiedenen Erstattungsstufen von 70 bis 100 Prozent für Zahnersatz. Dieser flexible Aufbau entspricht dem allgemeinen Baukastenprinzip der Mecklenburgischen: Jeder zahlt genau für den Schutz, den er tatsächlich möchte.

Der Tarif proME Zahnplus ist die Vollabsicherungsoption für Zahnbewusste: Er kombiniert Leistungen für Zahnersatz, Zahnbehandlung und Prophylaxe in einer einzigen Zusatzversicherung. Damit ergänzt er den GKV-Schutz um alle drei wesentlichen Zahnbereiche und ist besonders für Versicherungsnehmer geeignet, die auch die professionelle Zahnreinigung regelmäßig in Anspruch nehmen und ihre Zähne langfristig erhalten wollen.

Für alle Zahntarife gilt, was die Mecklenburgische grundsätzlich auszeichnet: Die Abwicklung ist digital möglich – über die App „easy send Mecklenburgische“ können Belege einfach per Smartphone eingereicht werden. Das reduziert den bürokratischen Aufwand erheblich und sorgt für schnelle Erstattungen.

Krankenhauszusatzversicherung: proMEZS und proMEZSplus

Die stationäre Zusatzversicherung der Mecklenburgischen öffnet GKV-Versicherten die Tür zum Privatpatienten-Status im Krankenhaus. Mit proMEZS und proMEZSplus stehen zwei Tarifstufen zur Wahl, die sich im Leistungsumfang (besonders beim Auslandsschutz) und im Kalkulationsmodell unterscheiden. Beide ermöglichen freie Krankenhauswahl, Chefarztbehandlung und Unterbringung im Komfortzimmer.

Der Tipp der Mecklenburgischen für jüngere Versicherungsnehmer: Für 16- bis 49-Jährige ist der Einstieg in den proMEZSplus-Tarif zu besonders günstigen Beiträgen möglich. Durch den Verzicht auf Altersrückstellungen in diesem Tarif bleibt der Anfangsbeitrag niedrig – was gerade in jungen Jahren, wenn die stationäre Inanspruchnahme statistisch gering ist, ein effizientes Finanzierungsmodell darstellt.

Die Mecklenburgische illustriert die Stärke ihrer stationären Zusatzversicherung gern am Beispiel: Eine Patientin mit einer Herzerkrankung wählt nicht die nächste Klinik, sondern eine 300 Kilometer entfernte Spezialklinik – und die Mecklenburgische trägt die Kosten. Diese Freiheit der Krankenhauswahl ist im deutschen Gesundheitssystem ein echter Unterschied zwischen GKV- und Privatpatienten-Status.

Ambulante Zusatzversicherung: Schutz vor den typischen GKV-Lücken

Der ambulante Zusatzschutz der Mecklenburgischen schützt GKV-Versicherte vor den Kosten, die die gesetzliche Krankenkasse nicht übernimmt. Dazu gehören Zuzahlungen für Medikamente, Kosten für IGeL-Leistungen (individuelle Gesundheitsleistungen), Osteopathie, Physiotherapie über das GKV-Maß hinaus, Heilpraktiker und Vorsorgeuntersuchungen, die über das gesetzliche Programm hinausgehen.

Das Beispiel einer Sehschwäche zeigt, wie der ambulante Zusatzschutz im Alltag wirkt: Wenn sich die Sehstärke um mehr als 0,5 Dioptrien verschlechtert, trägt die Mecklenburgische die Kosten für neue Brillengläser oder Kontaktlinsen – ein Alltagsszenario, das GKV-Versicherte ohne Zusatzschutz vollständig aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Weitere Zusatzversicherungen: Reise, Tagegeld, Pflege

Das Gesundheitsportfolio der Mecklenburgischen geht weit über Zahn und Krankenhaus hinaus. Die Auslandsreisekrankenversicherung erstattet die Kosten für ambulante und stationäre Heilbehandlungen im Ausland sowie für eine schmerzstillende Zahnbehandlung und organisiert bei medizinischer Notwendigkeit den Rücktransport – mit einem 24-Stunden-Notrufservice als Rückhalt, wo immer auf der Welt man sich befindet.

Für Arbeitnehmer ist das Krankentagegeld (proMETA) ein wichtiger Baustein: Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung fällt das Einkommen durch das GKV-Krankengeld auf rund 70 Prozent des Nettogehalts. Das Krankentagegeld der Mecklenburgischen schließt diese Lücke und lässt sich ab dem Zeitpunkt der Inanspruchnahme individuell konfigurieren – Versicherungsnehmer wählen selbst, ab welchem Tag der Arbeitsunfähigkeit die Auszahlung beginnt.

Selbstständige und Freiberufler können darüber hinaus ein Krankenhaustagegeld abschließen, das zusätzliche Kosten bei einem stationären Aufenthalt abfedert – etwa Kinderbetreuungskosten, Fahrtkosten von Angehörigen oder einfach finanzielle Puffer für besondere Ausgaben während der Genesung. Ergänzt wird das Portfolio durch ein Pflegetagegeld, das im Pflegefall die erhebliche Finanzierungslücke zwischen gesetzlicher Pflegeversicherung und tatsächlichen Heimkosten reduziert.

Tarifwechsel innerhalb der Mecklenburgischen: Flexibilität für Bestandskunden

Die Mecklenburgische zeichnet sich durch ein besonders kunden­orientiertes Tarifwechselmanagement aus, das immer wieder positiv hervorgehoben wird. Innerhalb der Gesellschaft können Versicherungsnehmer ihren bestehenden Tarif anpassen – Selbstbehalt erhöhen oder senken, Leistungsbausteine ergänzen oder reduzieren – ohne die gebildeten Altersrückstellungen zu verlieren. Das ist nach § 204 VVG grundsätzlich für alle PKV-Anbieter vorgeschrieben, aber die transparente Tarifstruktur der Mecklenburgischen macht den Wechsel besonders übersichtlich.

Ein weiterer Vorteil: Versicherte haben Zugang zu allen Tarifserien, auch zu geschlossenen älteren Tarifen, sofern diese im Rahmen eines internen Wechsels relevant sind. Das ist wichtig, weil geschlossene Tarife mit günstiger Kalkulation aus Bestandsschutzgründen oft interessante Optionen für erfahrene Versicherungsnehmer sind. Die Mecklenburgische bietet dabei individuelle Beratung durch ihre Agenturen – persönlich, transparent und ohne Interessenkonflikte.

Was Versicherte und Interessenten am häufigsten fragen

Wer kann bei der Mecklenburgischen eine private Krankenversicherung abschließen?

Die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG bietet PKV-Vollversicherungen bundesweit an – für Angestellte, die die Jahresarbeitsentgeltgrenze (2026: 77.400 Euro) überschreiten, sowie für Selbstständige, Freiberufler und Beamte. GKV-Versicherte können unabhängig von ihrem Einkommen alle Krankenzusatzversicherungen der Mecklenburgischen abschließen. Schüler und Studenten erhalten Vollversicherungsschutz zu reduziertem Beitrag. Der Abschluss erfolgt über die rund 800 hauptberuflichen Agenturen im bundesweiten Netz oder eine der 24 Bezirksdirektionen.

Was unterscheidet proMEZS und proMEZSplus – und welcher Tarif passt zu mir?

Beide stationären Tarife bieten denselben Kernschutz: freie Krankenhauswahl, Chefarzt, Ein- oder Zweibettzimmer. Der Unterschied liegt in Kalkulation und Auslandsschutz. proMEZS wird mit Altersrückstellung kalkuliert – die Prämie bleibt langfristig stabiler, ist aber anfangs etwas höher. proMEZSplus verzichtet auf Altersrückstellungen, was besonders für Einsteiger zwischen 16 und 49 Jahren attraktiv niedrige Startbeiträge ermöglicht. Der Auslandsschutz ist im proMEZSplus mit bis zu 200 Euro täglich doppelt so hoch wie im proMEZS. Wer langfristige Beitragsstabilität priorisiert, wählt proMEZS; wer günstig einsteigen möchte, greift zum proMEZSplus.

Gibt es bei der Mecklenburgischen eine Beitragsrückerstattung?

Ja – wie alle PKV-Vollversicherer ermöglicht die Mecklenburgische eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (BRE) bei Leistungsfreiheit. Wer in einem Versicherungsjahr keine Rechnungen einreicht, erhält am Jahresende einen Teil der gezahlten Beiträge zurück. Vorsorgeuntersuchungen und die professionelle Zahnreinigung beeinflussen die BRE in bestimmten Tarifen nicht – ein wichtiger Punkt für gesundheitsbewusste Versicherte, die regelmäßige Vorsorge wahrnehmen möchten, ohne deshalb auf die Rückerstattung zu verzichten.

Wie funktioniert der Tarifwechsel innerhalb der Mecklenburgischen?

Gemäß § 204 VVG haben Versicherte das Recht, innerhalb ihrer PKV-Gesellschaft in einen anderen Tarif zu wechseln, ohne erneute Gesundheitsprüfung und ohne Verlust der gebildeten Altersrückstellungen. Bei der Mecklenburgischen ist das besonders komfortabel, weil das proME-Baukastensystem ein feines Leistungs-Tuning in allen Bereichen ermöglicht – ambulant, stationär, Zahn und Selbstbehalt. Auch geschlossene Bisex-Tarife sind im Rahmen eines internen Wechsels zugänglich. Wer seinen Beitrag senken möchte, kann beispielsweise den Selbstbehalt erhöhen oder einzelne Bausteine anpassen.

Was kostet die Mecklenburgische PKV – und wo bekomme ich ein Angebot?

Beiträge in der PKV hängen von Alter, Gesundheitszustand, gewähltem Leistungsumfang und Selbstbehalt ab. Die Mecklenburgische bietet keine anonymen Online-Rechner – stattdessen wird die Beratung und Beitragsberechnung persönlich über eine der rund 800 Agenturen oder 24 Bezirksdirektionen durchgeführt. Das ist dem Produktkonzept bewusst: Eine PKV-Entscheidung soll auf Basis einer vollständigen Bedarfsanalyse getroffen werden, nicht nach einem einfachen Online-Klick. Termine können direkt über www.mecklenburgische.de angefragt werden.

Unsere Einschätzung zur Mecklenburgischen Krankenversicherung

Die Mecklenburgische Krankenversicherung vereint zwei Eigenschaften, die im deutschen PKV-Markt nicht oft zusammenkommen: über 225 Jahre institutionelle Verlässlichkeit durch die VVaG-Muttergesellschaft und ein modernes, flexibles Tarifbaukastensystem, das auf die individuellen Bedürfnisse jedes Versicherungsnehmers eingeht.

Das proME-System ist eine der übersichtlichsten Tarifarchitekturen im PKV-Markt: Wer weiß, was er will, kann seinen Schutz präzise konfigurieren – ambulant, stationär, Zahn – und dabei Selbstbehalt und Leistungsniveau individuell steuern. Die Vollversicherungstarife bieten dabei in allen Kernbereichen starke Leistungen: GOÄ-Höchstsatzerstattung, großzügige Psychotherapieabdeckung, keine Summenbegrenzung beim Zahn, Chefarzt und freie Krankenhauswahl inklusive.

Für GKV-Versicherte bieten die Zusatztarife eine sinnvolle Ergänzung zum gesetzlichen Schutz – besonders die Kompakttarife AK/AKplus für unkomplizierte Rundum-Absicherung und die modularen proMEZZ-Zahntarife für gezielte Zahnschutz-Aufwertung.

Mecklenburgische Versicherungsgruppe – auf einen Blick
AnschriftPlatz der Mecklenburgischen 1, 30625 Hannover
Telefon Hauptverwaltung0511 5351-0
E-Mailservice@mecklenburgische.de
Websitehttps://www.mecklenburgische.de
Krankenversicherung Übersichthttps://www.mecklenburgische.de/privat/gesundheit-freizeit/
Zahnzusatzversicherunghttps://www.mecklenburgische.de/privat/gesundheit-freizeit/zahnzusatzversicherung
Krankenhauszusatzversicherunghttps://www.mecklenburgische.de/privat/gesundheit-freizeit/krankenhauszusatzversicherung
Ambulante Zusatzversicherunghttps://www.mecklenburgische.de/privat/gesundheit-freizeit/krankenzusatzversicherung-ambulant
Krankenzusatzversicherungen Überblickhttps://www.mecklenburgische.de/privat/gesundheit-freizeit/krankenzusatzversicherung-ueberblick
Berater findenhttps://www.mecklenburgische.de/service/kontakt/

Geschichte: Von der Hagelschadens-Assekuranz 1797 über die Neubrandenburger Wurzeln zum Hannoverschen Traditionshause

Wenn ein Versicherungsunternehmen seit mehr als zwei Jahrhunderten besteht, ohne je an einen Konzern verkauft worden zu sein oder seine Eigenständigkeit aufgegeben zu haben, dann ist das keine Selbstverständlichkeit – sondern ein Versprechen an die Versicherten, das sich täglich neu bewähren muss. Die Mecklenburgische Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit mit Hauptsitz in Hannover ist genau das: der älteste deutsche Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit überregionalem Geschäftsbetrieb, gegründet 1797 in Neubrandenburg und bis heute eigenständig, unabhängig und frei von Aktionärsinteressen.

Struktur

Die rechtliche Struktur der Mecklenburgischen ist ihr stärkstes Argument gegenüber börsennotierten Versicherungskonzernen: Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit gehört das Unternehmen ausschließlich seinen Mitgliedern – also den Versicherten selbst. Es gibt keine externen Aktionäre, die Quartalsergebnisse fordern, und keinen Konzernverbund, der Gewinne abzieht. Was erwirtschaftet wird, bleibt im Unternehmen – für Rücklagen, für Leistungsqualität und für eine stabile Beitragsentwicklung.

Diese Struktur hat die Mecklenburgische durch über zwei Jahrhunderte getragen: durch Kriege, Währungsreformen, die Herausforderungen des geteilten Deutschlands und den Neustart nach 1945 in Hannover. Und sie ist der Grund, warum die Mecklenburgische bis heute keine fremde Marke übernommen hat und von keiner übernommen wurde. Wer sich bei der Mecklenburgischen versichert, ist nicht Kunde – er ist Mitglied.

Die Mecklenburgische ist flächendeckend in Deutschland vertreten: Mit 24 Bezirksdirektionen und zwei Vertriebsbüros sowie rund 800 hauptberuflichen Agenturen vor Ort bietet das Unternehmen persönliche Beratung in einem Netz, das sich durch ganz Deutschland zieht. Das ist ein Vertriebsmodell, das auf Ausschließlichkeit setzt: Die Mecklenburgischen-Agenten vertreten ausschließlich dieses Haus – was eine tiefe Produktkenntnis und ein langfristiges Betreuungsverhältnis ermöglicht.

Die Geschichte der Mecklenburgischen ist die älteste einer deutschen Versicherungsgesellschaft mit überregionalem Betrieb – und sie beginnt nicht in einer Metropole, sondern mitten in der mecklenburgischen Landwirtschaft. Im Jahr 1797 wurde in Neubrandenburg die Hagelschadens-Assekuranz-Gesellschaft in Mecklenburg gegründet. Das Grundprinzip war damals wie heute dasselbe: Landwirte schließen sich zusammen, um das Risiko von Ernteschäden durch Hagel gemeinschaftlich zu tragen – der klassische Gegenseitigkeitsgedanke, der bis heute die DNA des Unternehmens prägt.

Schon zwei Jahre nach der Gründung, 1799, weitete die Gesellschaft ihre Tätigkeit über die Grenzen Mecklenburgs hinaus aus und errichtete Direktionalbezirke – ein früher Schritt in Richtung überregionalen Geschäftsbetriebs, der die Mecklenburgische zur ältesten deutschen Versicherungsgesellschaft mit dieser Reichweite macht. Im Laufe des 19. Jahrhunderts kamen neue Sparten hinzu: Immobilienbrandversicherung, Einbruchdiebstahl-, Beraubungs- und Leitungswasserschadenversicherung erweiterten das ursprünglich auf Hagelschäden fokussierte Portfolio.

Das 20. Jahrhundert brachte einschneidende Herausforderungen: Der Zweite Weltkrieg zwang die Gesellschaft 1942 zur letzten Hauptversammlung in Neubrandenburg – das Direktionsgebäude wurde wenig später vollständig zerstört. Nach Kriegsende übernahmen die Mitglieder die Verantwortung für den Neustart: Es kam zum Zusammenschluss mit der Greifswalder und der Schwedter Versicherung, und der Geschäftsbetrieb wurde in Hannover wieder aufgenommen – der Stadt, die bis heute den Hauptsitz beherbergt.

In den Nachkriegsjahrzehnten vollzog sich ein grundlegender Wandel: Inzwischen stammten nahezu 65 Prozent aller Einnahmen aus den neuen Bereichen Haftpflicht-, Unfall- und Kfz-Versicherung – der einstige Hagelversicherer hatte sich zu einem modernen Allgemeinspartenversicherer entwickelt. 1972 feierte die Mecklenburgische ihr 175-jähriges Bestehen und modernisierte seinen Markenauftritt: Das neue Logo orientierte sich am „Neuen Tor“ in der Gründungsstadt Neubrandenburg, eine gestalterische Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart. Im gleichen Jahr entstand als Tochterunternehmen die Mecklenburgische Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft.

1997 beging die Mecklenburgische ihren 200. Geburtstag mit einem Festakt im Opernhaus Hannover – und dem damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher als Festredner. Ein Zeichen, welches Renommee das Unternehmen in seiner langen Geschichte erworben hatte. Im Jahr 1999 wurden die Bereiche Lebensversicherung und Rechtsschutz durch die Gründung der Mecklenburgischen Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit zusammengeführt, die heute als Konzernmutter agiert.

Dann, im Jahr 2000, erfolgte die Gründung der Mecklenburgischen Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft – der Eintritt in den privaten Krankenversicherungsmarkt als eigenständige Tochtergesellschaft. Damit schloss die Mecklenburgische eine der letzten verbliebenen Lücken in ihrem Produktportfolio und bot fortan auch PKV-Vollversicherungen und Kranken-Zusatzversicherungen an.

2017 eröffnete die Mecklenburgische in Neubrandenburg – ihrer Gründungsstadt – das „Wahrscheinlich kleinste Versicherungsmuseum der Welt“ in einem historischen Wiekhaus. Dieser charmante und bescheidene Selbst-Titel ist typisch für das Unternehmen: Tradition wahren, ohne damit zu prahlen. Heute, im Jahr 2022, feierte die Mecklenburgische ihr 225-jähriges Bestehen mit einem großen Festakt und über 3.000 Gästen in Hannover. Und das Versprechen von 1797 – Versicherungsschutz durch Gemeinschaft, für Gemeinschaft – hat die Mecklenburgische bis in die Gegenwart gehalten.

Diese Seite bewerten?

Durchschnittliche Bewertung 4.3 / 5. Anzahl Bewertungen: 18

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.