Münchener Verein Excellent (728, 730, 767) – Der PKV-Bausteintarif im Check 2026 | Mit 100 % Psychotherapie, GOÄ über Höchstsatz und individuellem Schutz

Der Münchener Verein Excellent ist das Bausteinsystem innerhalb des Münchener-Verein-PKV-Portfolios: Während der Royal eine vollständige private Krankenversicherung in einem einzigen Kompakttarif bündelt, erlaubt das Excellent-System die getrennte Wahl von drei unabhängigen Bausteinen – ambulant (Tarif 728), stationär (Tarif 730) und zahnärztlich (Tarif 767).

Inhaltsverzeichnis

Wer alle drei Bausteine zusammen abschließt, hat eine vollständige PKV-Vollversicherung auf Premiumniveau. Wer nur einzelne Bausteine wählt, kann gezielt Lücken schließen oder Schwerpunkte setzen. 

Münchener Verein Excellent PKV Angebot

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🏆 Auszeichnungen & Fakten: VVaG seit 1922 · 14× „Versicherer des Jahres“ · 100 % Psychotherapie ohne Sitzungslimit · GOÄ auch über Höchstsatz · Zahnstaffel 2.100 € in ersten 2 Jahren · Baustein-Flexibilität · Beitragsstabilität 2026: Excellent 730 0-7%, 728/767 0-15%

✓ Excellent 728 – Ambulant (Premium)

  • GOÄ über Höchstsatz – Auch bei Honorarvereinbarung
  • Psychotherapie 100 % – Keine Sitzungsbegrenzung
  • Hilfsmittel – Offener Katalog, 100 % bis 2.000 €
  • Selbstbehalt – 1.000 €/Jahr
  • Freie Arztwahl – Kein Primärarztprinzip

⭐ Excellent 730/767 – Stationär & Zahn

  • 730: Chefarzt + Einbettzimmer – GOÄ über Höchstsatz
  • 767: Zahnersatz 80 % – Inlays 100 %
  • Zahnstaffel – 2.100 € (VJ 1+2), ab VJ 3 unbegrenzt
  • KFO 80 % – Keine Altersbegrenzung
  • Stationäre Psychotherapie – Enthalten
💡 Beitragsbeispiele (35 Jahre, Stand 2026, inkl. PVN)
Excellent 728 (ambulant)
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Das Leistungsniveau des Excellent-Systems ist auf höchstem Stand: GOÄ-Erstattung über die Höchstsätze hinaus – ambulant und stationär –, 100 % Psychotherapie ohne jede Sitzungsbegrenzung, kein Primärarztprinzip, offener Hilfsmittelkatalog zu 100 % bis 2.000 Euro, Ein- oder Zweibettzimmer mit Privatarzt, sowie im Zahnbereich 100 % Zahnbehandlung und Inlays mit einer für Neukunden sehr großzügigen Zahnstaffel von 2.100 Euro in den ersten beiden Versicherungsjahren.

All das bei einem jährlichen Selbstbehalt von 1.000 Euro – und einem offenen, Unisex-kalkulierten Tarif für Neukunden.

✅ Das Excellent-Alleinstellungsmerkmal im Überblick

Bausteinsystem: Drei separat abschließbare Module für ambulant (728), stationär (730) und Zahn (767) – jedes mit Premiumleistungen, flexibel kombinierbar. Jährlicher Selbstbehalt 1.000 €.

Ambulant (728): GOÄ über Höchstsatz, kein Primärarztprinzip. Psychotherapie 100 % ohne Sitzungslimit. Hilfsmittel 100 % (offener Katalog) bis 2.000 €. Naturheilverfahren inklusive.

Stationär (730): Privatarzt, Ein- oder Zweibettzimmer, GOÄ über Höchstsatz. Stationäre Psychotherapie inklusive.

Zahn (767): 100 % Zahnbehandlung inkl. Inlays. 80 % Zahnersatz und KFO. Zahnstaffel: 2.100 € pro Jahr in Versicherungsjahr 1 und 2 – ab Versicherungsjahr 3 unbegrenzt.

Die Baustein-Architektur des Münchener Verein Excellent – was „drei Tarife ergeben eine PKV“ in der Praxis bedeutet

Das Excellent-System unterscheidet sich fundamental vom Kompakttarif-Ansatz des Royal oder der Bonus-Care-Familie. Statt alle Bereiche in einem Bedingungswerk zu vereinen, gibt es drei klar getrennte Bausteine, die je nach Bedarf einzeln oder kombiniert abgeschlossen werden können. In der häufigsten Konstellation – dem Vollschutz – sind alle drei Bausteine aktiv und bilden gemeinsam eine vollständige PKV. Es gibt jedoch auch legitime Gründe, nur einzelne Bausteine zu wählen: etwa wenn ein Bestandsversicherter bereits über einen älteren stationären Tarif verfügt und nur den ambulanten Bereich mit einem neuen Premiumschutz ausstatten möchte, oder wenn ein Beihilfeberechtigter nur den von der Beihilfe nicht gedeckten Anteil im Zahnbereich separat versichern will.

Diese Trennung hat praktische Konsequenzen für die Beitragskalkulation: Jeder Baustein hat seinen eigenen Beitragsanteil, und jeder Baustein hat seine eigenen Tarifbedingungen. Der Selbstbehalt von 1.000 Euro betrifft primär den ambulanten Baustein 728. Wer also im stationären Bereich eine aufwendige Operation hat, trifft auf die Leistungsregelungen des 730 – ohne dass der ambulante Selbstbehalt des 728 kumuliert wird, weil der Selbstbehalt nur für die ambulanten Aufwendungen des Bausteins 728 gilt.

ℹ️ Excellent offen oder geschlossen? Der Münchener Verein Excellent 728/730/767 ist als offener Tarif für Neukunden verfügbar, mit Unisex-Kalkulation (Einführung ab 2013). Parallel existieren ältere geschlossene Bisex-Vorgänger-Varianten im MV-Portfolio – beispielsweise die ambulanten Tarife 700, 701, 702, 704, 705, 709 und 729 sowie die Zahnbausteine 760, 761, 764 und 766 –, die für Bestandsversicherte im Rahmen eines internen Tarifwechsels nach § 204 VVG relevant sein können, aber nicht mehr für Neukunden abgeschlossen werden. Dieser Artikel beschreibt ausschließlich die aktuell für Neukunden offenen Tarifstufen 728, 730 und 767.

Vollständige Leistungsübersicht: Münchener Verein Excellent 728, 730 und 767 im Detail (Stand 2026)

LeistungsbereichExcellent 728
Ambulant-Baustein
Excellent 730
Stationär-Baustein
Excellent 767
Zahn-Baustein
ALLGEMEIN
Selbstbehalt / Tarifcharakter1.000 €/Jahr
Offen · Unisex
Stationärer Baustein
Offen · Unisex
Zahnbaustein
Offen · Unisex
AMBULANT (BAUSTEIN 728)
GOÄ ambulant / ärztliche LeistungenAuch über die Höchstsätze der GOÄ hinaus
PrimärarztprinzipNein – freie Arztwahl
NaturheilverfahrenIn der Praxis bewährte Methoden; bis max. zum Schulmedizin-Vergleichsbetrag
Heilmittel (Physio, Massagen, Ergo, Logo, Podologie)80 %
Hilfsmittel (offener Katalog)100 % bis 2.000 €
ab 2.000 € KV erforderlich, sonst 95 %
Inkl. Dialysegeräte + Blindenhunde
Max. 360 €/VJ orthopäd. Schuhe; 2.500 € Krankenfahrstühle
Sehhilfen (Gläser, Kontaktlinsen, Gestelle)Gläser + Kontaktlinsen erstattet;
Brillengestelle max. 105 €/VJ
Ambulante Psychotherapie100 %, ohne jede Begrenzung der Sitzungszahl
(niedergelassene approbierte Ärzte)
Vorsorgeuntersuchungen + SchutzimpfungenErstattet (gesetzliche Programme)
SB gilt auch für Vorsorge!
Bei Inanspruchnahme → kein BRE-Anspruch!
BRE (Beitragsrückerstattung)Bei vollständiger Leistungsfreiheit;
Vorsorge- + Impfleistungen schließen BRE aus
Ambulante KurenÄrztl. Leistungen, Arznei-/Verbandmittel und Heilmittel auch im Rahmen ambulanter Kuren ohne zeitliche Begrenzung
DiGA (Digitale Gesundheitsanwendungen)100 % (BfArM-geprüft, ärztlich verordnet)
STATIONÄR (BAUSTEIN 730)
Krankenhaus-UnterbringungEin- oder Zweibettzimmer (Wahlleistung)
Arzt stationärPrivatarzt
GOÄ stationärAuch über die Höchstsätze hinaus
Stationäre PsychotherapieEnthalten
Krankentransporte (stationär)100 %
ZAHNÄRZTLICH (BAUSTEIN 767)
GOZ-ErstattungBis zu den GOZ-Höchstsätzen (3,5-fach GOZ; 2,5-fach techn.; 1,3-fach Labor)
Zahnbehandlung (inkl. Prophylaxe + PZR)100 %
Zahnersatz (Kronen, Brücken, Onlays, Implantate inkl. Knochenaufbau, Funktionsanalyse)80 %
Inlays100 %
Kieferorthopädie (KFO)80 % (keine Alterssplittung)
Material- und LaborkostenZum Prozentsatz der jeweiligen Maßnahme
Zahnstaffel (kumuliert)VJ 1: 2.100 € (anteilig pro Quartal)
VJ 2: 2.100 €
Ab VJ 3: keine betragsmäßige Begrenzung
HKP (Heil- und Kostenplan)Bei ZE und KFO empfohlen

Alle Angaben nach offiziellen Tarifbedingungen des Münchener Verein (Excellent 728/730/767, GEWA-COMP-Tarifdaten, Stand 2024/2025) sowie muenchener-verein.de. VJ = Versicherungsjahr, SB = Selbstbehalt, BRE = Beitragsrückerstattung, KV = Kostenvoranschlag, PZR = professionelle Zahnreinigung.

Das wichtigste Excellent-Detail, das fast niemand kennt: Vorsorge und BRE schließen sich gegenseitig aus

Wer den Münchener Verein Excellent mit dem Royal oder den Bonus-Care-Tarifen vergleicht, stößt auf einen gravierenden Unterschied in der Vorsorge-BRE-Regelung. Im Royal und in allen Bonus-Care-Tarifen gilt: Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen sind SB-neutral und BRE-neutral – sie können in Anspruch genommen werden, ohne den Selbstbehaltszähler zu berühren und ohne die Beitragsrückerstattung zu verlieren. Vorsorge ist dort ausdrücklich von beiden Konsequenzen freigestellt.

Im Excellent 728 ist das explizit anders geregelt. Die Tarifbedingungen halten fest: Vorsorgeleistungen werden auf den Selbstbehalt angerechnet, und wer Vorsorgeleistungen in Anspruch nimmt, hat in diesem Jahr keinen BRE-Anspruch. Wer also zur Krebsvorsorge geht, Schutzimpfungen einreicht oder eine GOÄ-23-29-Untersuchung vornimmt und abrechnet, gilt als Leistungsfall – mit allen Konsequenzen für Selbstbehalt und BRE.

Das ist keine Randnotiz. Für gesundheitsbewusste Versicherte, die regelmäßig zur Vorsorge gehen und gleichzeitig auf eine Rückerstattung hoffen, kann das zu einer enttäuschenden Jahresrechnung führen: Man nimmt Vorsorge in Anspruch, zahlt 1.000 Euro Selbstbehalt und bekommt keine BRE. Das gesamte Sparpotenzial aus der Kombination „gesund bleiben + BRE kassieren“ ist damit im Excellent nicht nutzbar – anders als beim Royal oder den Bonus-Care-Tarifen.

⚠️ Excellent vs. Royal: der entscheidende Unterschied bei Vorsorge und BRE. Im Excellent 728 gilt: Vorsorgeleistungen werden auf den Selbstbehalt angerechnet, und wer Vorsorge einreicht, verliert für dieses Jahr den BRE-Anspruch. Im Royal dagegen sind Vorsorgeuntersuchungen (GOÄ 23–29), STIKO-Impfungen und Prophylaxe vollständig SB-neutral und BRE-neutral – beide Leistungen werden auch nach Vorsorgebesuchen in voller Höhe gewährt. Wer regelmäßige Vorsorge mit BRE kombinieren möchte, ist mit dem Royal oder einem Bonus-Care-Tarif besser bedient. Der Excellent eignet sich am besten für Versicherte, die klare Leistungsprioritäten haben (z.B. intensive Psychotherapie) und bei Vorsorge und BRE weniger auf maximale Rückflüsse angewiesen sind.

Excellent 728: Psychotherapie zu 100 % ohne Sitzungslimit – was das wirklich bedeutet

Das herausragendste Merkmal des ambulanten Excellent-Bausteins 728 ist die Psychotherapieregelung. 100 % der Kosten für ambulante Psychotherapie durch niedergelassene approbierte Ärzte werden ohne jede Sitzungsbegrenzung erstattet. Das ist eine der stärksten Psychotherapieklauseln, die ein PKV-Tarif im deutschen Markt bietet.

In der Praxis bedeutet das: Eine analytische Langzeittherapie kann 80, 100, 150 Sitzungen und mehr umfassen. Bei Stundenhonoraren von 150 bis 200 Euro entstehen über die gesamte Behandlungsdauer schnell Kosten zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Im Excellent 728 werden diese vollständig erstattet – nach Abzug des einmaligen Jahresselbstbehalts von 1.000 Euro. Es gibt kein Sitzungskontingent, keinen Genehmigungsbedarf nach einer bestimmten Zahl von Stunden, keinen Restattungsabfall ab einer festgelegten Therapieintensität.

Zum Vergleich: Die Bonus-Care-Tarife Classic (859) und Advance Plus (861) begrenzen auf 50 Sitzungen pro Versicherungsjahr bei 75 % bzw. 80 % Erstattung. Der Royal erstattet 90 % ohne Sitzungsbegrenzung. Der Excellent 728 übertrifft beide mit der 100-prozentigen Erstattung und ist damit – bei dieser speziellen Leistung – das stärkste Angebot im Münchener-Verein-Portfolio.

Ein wichtiger Hinweis: Die Tarifformulierung bezieht sich ausdrücklich auf niedergelassene approbierte Ärzte. Nicht-ärztliche Psychotherapeuten (Psychologische Psychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz) sind in der Tarifbeschreibung separat zu betrachten. Im Zweifel empfiehlt sich eine direkte Anfrage beim Münchener Verein, welche Therapeutengruppen konkret und vollständig abgedeckt sind.

Excellent 730: Die Flexibilität von Ein- oder Zweibettzimmer erklärt

Der stationäre Baustein Excellent 730 bietet Privatarztbehandlung, GOÄ-Erstattung über den Höchstsatz hinaus und stationäre Psychotherapie. Als Unterbringung sind sowohl das Einbettzimmer als auch das Zweibettzimmer als Wahlleistung abgesichert – der Versicherte wählt je nach eigener Präferenz und Krankenhausverfügbarkeit. Diese Flexibilität ist ein Vorteil gegenüber Tarifen, die nur eine Zimmerkategorie vorsehen: Wer möchte, kann das ruhigere Einbettzimmer wählen. Wer Wert auf einen niedrigeren Beitragsanteil legt, kann das Zweibettzimmer wählen und zahlt nur für diese Kategorie.

Die GOÄ-Erstattung über die Höchstsätze hinaus im Excellent 730 ist gleichwertig mit dem Royal: Chefarzt- oder Privatarzthonorare, die den 3,5-fachen Gebührensatz überschreiten (was bei komplexen Operationen und hochspezialisierten stationären Eingriffen vorkommen kann), werden vollständig übernommen. Das schützt vor bösen Überraschungen bei teuren stationären Sonderleistungen.

Excellent 767: Die großzügigste Zahnstaffel der Münchener-Verein-Neukunden-Tarife in den ersten zwei Jahren

Beim Zahnbaustein Excellent 767 hat der Münchener Verein eine Zahnstaffel eingebaut, die in den ersten zwei Jahren deutlich über den anderen MV-Tarifen liegt. Während der Royal in den ersten vier Jahren eine gestaffelte Jahresobergrenze von 1.000 €, 1.000 €, 2.000 € und 2.000 € vorsieht und der Bonus-Care-Advance-Plus ebenfalls bei 1.000 €/1.000 €/2.000 €/2.000 € liegt, schöpft der Excellent 767 bereits im ersten und zweiten Versicherungsjahr jeweils 2.100 Euro pro Jahr aus – und ist ab dem dritten Jahr ohne betragsmäßige Begrenzung.

Das hat einen konkreten Vorteil für Versicherte, die nach dem PKV-Wechsel relativ bald Zahnersatzleistungen benötigen. Wer im ersten Jahr eine Brücke plant (Rechnungsbetrag z.B. 4.000 Euro Zahnersatz), kann beim Excellent 767 bis zu 2.100 Euro der Gesamtrechnung als Jahreshöchstbetrag abrechnen lassen. Im Royal wären es nur 1.000 Euro. Ab dem dritten Versicherungsjahr, wenn beide Tarife unbegrenzt erstatten, ist dieser Unterschied hinfällig – aber in der kritischen Anfangsphase ist die Excellent-Staffel deutlich vorteilhafter.

Die KFO-Erstattung des Excellent 767 beträgt einheitlich 80 % – ohne die Alterssplittung, die den Royal auszeichnet (100 % bis 18 Jahre, dann 80 %). Für Erwachsene mit Zahnfehlstellung ist das gleichwertig. Für Familien mit Kindern unter 18 Jahren, die eine KFO-Behandlung planen, ist der Royal mit seinen 100 % im Kindesalter die wirtschaftlichere Wahl.

Excellent vs. Royal – der direkte Vergleich der beiden Münchener-Verein-Premiumsysteme

KriteriumExcellent 728/730/767Royal 891 / 892
TarifstrukturBausteintarif (3 Bausteine)Kompakttarif (alles in einem)
Selbstbehalt1.000 €/Jahr (absolut, ambulanter SB)10 %/max. 500 € (891) oder 20 %/max. 1.000 € (892) – tarifübergreifend
GOÄ ambulant + stationärBeide: über die Höchstsätze hinaus
Psychotherapie ambulant100 %, ohne Sitzungslimit90 %, ohne Sitzungslimit
Heilmittel80 %90 %
Hilfsmittel100 % bis 2.000 €; 95 % darüber90 % bis 2.000 €; 85 % darüber
Sehhilfen + LASIKGläser/Kontaktlinsen erstattet; Gestelle max. 105 €/VJ; LASIK nicht ausgewiesen100 % bis 500 €/2 VJ; LASIK 100 % bis 1.500 €/Auge
KFO (Kieferorthopädie)80 % (alle Altersgruppen)100 % bis 18 J.; 80 % ab 19 J.
Zahnstaffel VJ 1 + VJ 22.100 € / 2.100 € (ab VJ 3: unbegrenzt)1.000 € / 1.000 € / 2.000 € / 2.000 € (ab VJ 5: unbegrenzt)
Krankenhaus-UnterbringungEin- ODER Zweibettzimmer (Wahl)Einbettzimmer
Vorsorge + BREVorsorge schließt BRE aus; SB giltSB-neutral + BRE-neutral
Gesundheitsprämie + BRE420 €/Jahr Gesundheitsprämie (35 €/Monat); BRE bis 4 MB bei Leistungsfreiheit

Für wen eignet sich der Münchener Verein Excellent?

Das Excellent-System empfiehlt sich besonders für drei Versichertengruppen.

Erstens: Versicherte mit einem hohen Bedarf an ambulanter Psychotherapie. Wer wegen einer schweren Depressionserkrankung, einer Angststörung, einer Traumafolgestörung oder einer anderen psychischen Erkrankung eine intensive und langfristige Therapie benötigt oder antizipiert, profitiert im Excellent 728 von der stärksten Psychotherapieklausel im MV-Portfolio: 100 % ohne jedes Sitzungslimit. Das übertrifft alle anderen MV-Tarife in dieser Dimension und ist der stärkste Grund, das Excellent dem Royal vorzuziehen.

Zweitens: Versicherte, die bei Vertragsabschluss zeitnah umfangreichere Zahnersatzmaßnahmen planen. Die 2.100-Euro-Jahresobergrenze des Excellent 767 in den ersten beiden Versicherungsjahren ist deutlich großzügiger als die 1.000 Euro des Royal. Wer im ersten oder zweiten Jahr nach Versicherungsbeginn eine größere Zahnrehabiltiation plant, ist mit dem Excellent 767 finanziell besser abgesichert.

Drittens: Versicherte, die flexible Bausteinlösungen bevorzugen und nicht alle drei Bereiche gleichzeitig neu versichern möchten oder müssen. Das Excellent-System erlaubt selektive Kombinationen in einem Maße, das ein Kompakttarif wie der Royal nicht bietet.

Der Royal empfiehlt sich dagegen für Familien mit KFO-pflichtigen Kindern (100 % KFO bis 18 J.), für Versicherte mit häufigem Vorsorge- und Impfbedarf (SB- und BRE-neutral im Royal), für LASIK-Interessierte (1.500 €/Auge explizit im Royal) und für alle, die einen tarifübergreifenden prozentualen Selbstbehalt mit niedrigem Jahresdeckel bevorzugen.

Häufige Fragen zum Münchener Verein Excellent (728, 730, 767) 2026

Was ist der Unterschied zwischen dem Münchener Verein Excellent und dem Royal?

Der fundamentale Unterschied liegt in der Tarifstruktur: Der Excellent ist ein Bausteintarif mit drei separat abschließbaren Bausteinen für ambulant (728), stationär (730) und Zahn (767). Der Royal ist ein Kompakttarif mit allen Bereichen in einem Bedingungswerk. Im Leistungsvergleich bietet der Excellent 728 die stärkere Psychotherapieregelung (100 % ohne Sitzungslimit) und höhere Hilfsmittelerstattung (100 % vs. 90 %). Der Royal punktet mit besserem Vorsorge-BRE-Mechanismus, expliziter LASIK-Leistung, höheren Sehhilfen-Limits, 100 % KFO bis 18 Jahren und einem tarifübergreifenden prozentualen Selbstbehalt mit niedrigem Deckel.

Warum schließt Vorsorge im Excellent die Beitragsrückerstattung aus?

Im Excellent 728 gelten Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen als erstattungsfähige Leistungen, die auf den Selbstbehalt angerechnet werden und den BRE-Anspruch für das betreffende Versicherungsjahr aufheben. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu den Royal- und Bonus-Care-Tarifen des Münchener Verein, wo Vorsorge, Schutzimpfungen und Prophylaxe ausdrücklich SB-neutral und BRE-neutral sind. Im Excellent gibt es diese Freistellung nicht – Vorsorge und BRE schließen sich gegenseitig aus.

Kann ich beim Münchener Verein Excellent nur einen oder zwei Bausteine abschließen?

Ja – das ist das konzeptionelle Kernelement des Excellent-Systems. Jeder der drei Bausteine ist separat abschließbar. Die Kombination aller drei (728+730+767) ergibt eine vollständige PKV-Vollversicherung. Wer beispielsweise bereits stationär anderweitig abgesichert ist, kann nur den ambulanten Baustein 728 und/oder den Zahnbaustein 767 abschließen. Für eine vollständige Beratung zu den Kombinationsmöglichkeiten empfiehlt sich eine direkte Anfrage, da die konkrete Kombination von der Ausgangssituation abhängt.

Ist die LASIK-OP im Excellent 728 abgesichert?

Im Excellent 728 ist LASIK nicht explizit mit einem Erstattungsbetrag und einer Wartezeit ausgewiesen, wie das beim Royal (100 % bis 1.500 €/Auge nach 3 Versicherungsjahren) der Fall ist. Das bedeutet nicht zwingend, dass operative Sehschärfenkorrekturen grundsätzlich ausgeschlossen sind – allerdings besteht keine vergleichbar klare und wertvolle LASIK-Klausel wie im Royal. Wer LASIK explizit als Leistungsbestandteil sucht, ist mit dem Royal besser bedient.

Wie sind die Excellent-Tarife beim internen Tarifwechsel zu bewerten?

Die offenen Unisex-Tarifstufen 728, 730 und 767 sind als aktive Neukundentarife für Bestandskunden beim internen Tarifwechsel nach § 204 VVG grundsätzlich wählbar. Langjährig Versicherte in älteren geschlossenen Bisex-Tarife des Münchener Verein (z.B. 700er, 700er-Zahn-Reihe) können je nach persönlichem Leistungsprofil in die Excellent-Linie wechseln. Dabei kann bei Mehrleistungen eine Gesundheitsprüfung für den betreffenden Teil erforderlich sein. Eine professionelle Analyse der eigenen Tarifsituation ist vor jedem internen Wechsel empfehlenswert.

Münchener Verein Excellent oder Royal – welches System passt zu Ihrer Situation?

100 % Psychotherapie und Bausteinflexibilität vs. Kompakttarif mit Vorsorge-BRE-Neutralität und LASIK – wir zeigen Ihnen konkret, welcher Tarif Ihren Anforderungen besser entspricht und berechnen Ihren persönlichen Effektivbeitrag nach Selbstbehalt, Gesundheitsprämie und BRE.

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