ÖSA Krankenversicherung 2026 – UKV-Tarife ZahnPRIVAT 100 im Test, KlinikPRIVAT

Wer in Sachsen-Anhalt lebt und sich für eine private Krankenversicherung oder Krankenzusatzversicherung interessiert, stößt unweigerlich auf einen Namen, der in allen 14 Landkreisen und kreisfreien Städten des Bundeslandes präsent ist: die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt – ÖSA. Das ist kein Zufall. Die ÖSA ist der einzige Versicherer mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt – gegründet 1991 per Landtagsbeschluss als öffentlich-rechtliche Versicherungsanstalt mit dem gesetzlichen Auftrag, die Bürger, Gewerbetreibenden, die Landwirtschaft und die Kommunen des Landes zu versichern.

Das Besondere an der ÖSA ist dabei nicht nur die regionale Verwurzelung, sondern die institutionelle Verknüpfung mit dem Land selbst: als Anstalt des öffentlichen Rechts ist die ÖSA dem Gemeinwohl verpflichtet – ihr Satzungsauftrag lautet ausdrücklich, das Geschäft „im Interesse ihrer Versicherungsnehmer und des gemeinen Nutzens“ zu betreiben. Im privaten Versicherungsmarkt ist das eine Seltenheit, die das Vertrauen der Sachsen-Anhalter in die ÖSA über Jahrzehnte gefestigt hat.

Für den Bereich der privaten Krankenversicherung setzt die ÖSA auf eine bewährte Partnerschaft: In Zusammenarbeit mit der UKV – Union Krankenversicherung AG aus Saarbrücken bietet sie ihren Kunden das vollständige PKV-Portfolio eines der größten deutschen Krankenversicherer – vertrieben und betreut durch die rund 80 ÖSA-Versicherungsagenturen und die Sparkassengeschäftsstellen im gesamten Bundesland.

ÖSA Versicherungen – Kenndaten Krankenversicherung 2026

Vollständiger NameÖffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA) – bestehend aus Öffentlicher Feuerversicherung Sachsen-Anhalt und Öffentlicher Lebensversicherung Sachsen-Anhalt
SitzAm Alten Theater 7, 39104 Magdeburg
RechtsformAnstalten des öffentlichen Rechts – errichtet per Landtagsbeschluss vom 11. Juli 1991
KapitalträgerLandschaftliche Brandkasse Hannover (VGH-Gruppe); vollständige Übernahme durch VGH seit 2020
AlleinstellungsmerkmalEinziger Versicherer mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt
VertragsbestandÜber 1 Million Verträge; ca. 500 Mitarbeiter
Krankenversicherungs-PartnerUKV – Union Krankenversicherung AG, Saarbrücken (siebtgrößte KV-Gruppe Deutschlands, Sparkassen-Finanzgruppe)
BetreuungsnetzCa. 80 selbstständige Versicherungsagenturen + alle Sparkassengeschäftsstellen in Sachsen-Anhalt
Besondere KooperationenAOK Sachsen-Anhalt (seit 2011): AOK-Versicherte erhalten UKV-Tarife zu Sonderkonditionen
Telefon0391 2885-0
Websitewww.oesa.de

Die ÖSA als öffentlich-rechtliche Anstalt: Was das für Versicherte in Sachsen-Anhalt bedeutet

In einem Markt, der von Aktiengesellschaften und Konzernstrukturen dominiert wird, ist die ÖSA eine Ausnahme. Als Anstalt des öffentlichen Rechts unterliegt sie dem Errichtungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt von 1991 – einem gesetzlichen Rahmen, der die gemeinwohlorientierte Ausrichtung explizit vorschreibt. Das bedeutet: Keine Gewinnmaximierung für externe Investoren, keine Fokussierung auf renditestarke Kundensegmente, sondern Rundum-Versorgung für alle Bürger des Landes.

In der Praxis zeigt sich das an der Präsenz: Mit rund 80 eigenen Versicherungsagenturen in allen Teilen Sachsen-Anhalts – von Stendal im Norden bis Zeitz im Süden, von Gardelegen im Westen bis Wittenberg im Osten – und der Einbindung in alle Sparkassengeschäftsstellen des Landes ist die ÖSA buchstäblich überall. Das ist für ländliche Regionen, in denen viele Versicherer schon längst ihre Filialen geschlossen haben, ein echter Mehrwert.

Seit Januar 2020 ist die VGH Versicherungen Hannover alleiniger Kapitalträger der ÖSA – die Eigenständigkeit des Unternehmens als Sachsen-Anhalts Regionalversicherer wurde dabei ausdrücklich gewahrt. Die VGH-Zugehörigkeit bringt Zugang zu einem größeren Verbund öffentlich-rechtlicher Versicherer, zu dem auch die Provinzial Krankenversicherung Hannover und die Alte Oldenburger Krankenversicherung gehören – alles Häuser mit starker regionaler Verankerung und öffentlich-rechtlichem Hintergrund.

Die UKV als Krankenversicherungspartner der ÖSA

Für den Bereich der privaten Krankenversicherung hat die ÖSA konsequent auf Kooperation gesetzt, statt eine eigene Krankenversicherungsgesellschaft aufzubauen. Der Partner ist die Union Krankenversicherung AG (UKV) mit Sitz in Saarbrücken – eine der bedeutendsten deutschen Krankenversicherungsgesellschaften und Teil der Sparkassen-Finanzgruppe. Die UKV ist selbst aus der Initiative der öffentlichen Versicherer entstanden und teilt damit die institutionelle DNA der ÖSA: regional verankert, sparkassenverbunden, gemeinwohlorientiert.

Die UKV gilt als siebtgrößte Krankenversicherungsgruppe Deutschlands und versichert rund 2,6 Millionen Menschen. Sie bietet sowohl PKV-Vollversicherungen für alle Zielgruppen als auch ein umfangreiches Zusatzversicherungsportfolio für GKV-Versicherte. Die Tarife werden regelmäßig von Stiftung Warentest, ÖkoTest und unabhängigen Ratingagenturen bewertet – und schneiden dabei durchgehend stark ab.

Für Kunden in Sachsen-Anhalt ergibt sich aus dieser Partnerschaft eine ideale Kombination: die bewährten UKV-Krankenversicherungsprodukte werden durch das dichte ÖSA-Betreuungsnetz vor Ort zugänglich gemacht. Wer eine Frage zu seinem Krankenversicherungsschutz hat, muss nicht beim anonymen Call-Center anrufen – er geht in die ÖSA-Agentur um die Ecke oder spricht seinen Sparkassenberater an.

PKV-Vollversicherung über die ÖSA: Das UKV-Tarifsystem

Das Vollversicherungsportfolio der UKV, das über die ÖSA vertrieben wird, ist nach einem klaren Leistungsgesetz aufgebaut: Jeder Versicherungsnehmer stellt sich seinen individuellen Schutz aus Bausteinen zusammen. Für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler stehen Kompakt-, Komfort- und Premiumvarianten zur Verfügung; für Beamte gibt es spezielle Beihilfeergänzungstarife.

Der CompactPrivat Start ist der preisgünstige Einstieg für Versicherungsnehmer, die einen soliden GKV-Ersatz suchen. Er deckt ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen ab, hält die Kosten aber durch Selbstbehalte niedrig. Der GesundheitPrivat 300 erweitert den Schutz deutlich: Mit einem Jahresselbstbehalt von 300 Euro erhalten Versicherte bei ambulanten und stationären Behandlungen attraktive Leistungen, im Krankenhaus Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung.

Den Premium-Schutz bieten die Tarife VA 120, VS 110 und VZ 110 – ein dreistufiges System, das ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen auf höchstem Niveau kombiniert. Einbettzimmer, freie Arztwahl, Heilpraktikerkostenerstattung und eine Selbstbeteiligung von nur 320 Euro jährlich sind charakteristisch für diese Tarifreihe. Die Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit ist in allen drei Premiumtarifen integriert – wer gesund bleibt und keine Rechnungen einreicht, bekommt am Jahresende einen Teil seiner Beiträge zurück.

UKV-VollversicherungstarifLeistungsniveauStationärSelbstbehaltBesonderheit
CompactPrivat StartBasisAllgemeine KH-LeistungenWählbarGünstiger Einstieg; alle Grundleistungen enthalten
GesundheitPrivat 300KomfortZweibettzimmer + Chefarzt300 € p.a.Ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis
VA 120 / VS 110 / VZ 110PremiumEinbettzimmer + freie Arztwahl320 € p.a.Heilpraktiker; BRE; Rundum-Spitzenschutz
Beihilfetarife BA/BP/BW/BEZBasis bis PremiumJe nach TarifstufeWählbarFür Beamte + Beamtenanwärter; alle Beihilfequoten

Für Schüler und Studenten bietet die UKV gesonderte Tarife zu günstigeren Konditionen an. Die Leistungsinhalte entsprechen dabei denen der regulären Tarife – lediglich die Beiträge sind dem begrenzten Budget junger Menschen angepasst. Das ist besonders für Studenten in Magdeburg, Halle, Dessau und weiteren Hochschulstädten Sachsen-Anhalts relevant, die sich von der Versicherungspflicht in der studentischen GKV befreien lassen möchten.

Krankenhauszusatzversicherung KlinikPRIVAT – zwei Komfortstufen für GKV-Versicherte

Für GKV-Versicherte, die im Krankenhaus mehr als die Regelversorgung möchten, bietet die ÖSA über die UKV die Krankenhauszusatzversicherung KlinikPRIVAT in zwei Stufen an. Diese Unterscheidung ist klar und kundenfreundlich: Wer das Zweibettzimmer bevorzugt und auf das Einbettzimmer verzichten kann, wählt KlinikPRIVAT/2; wer maximale Ruhe und Privatsphäre möchte, wählt KlinikPRIVAT/1 mit Einbettzimmer.

Beide Tarifstufen umfassen neben der verbesserten Unterbringung die wahlärztliche Behandlung durch den Chefarzt oder einen frei gewählten Spezialisten sowie die freie Krankenhauswahl – auch bei teilstationären Behandlungen und ambulanten Operationen. Die Kostenerstattung erfolgt im Rahmen der GOÄ-Höchstsätze; belegärztliche Leistungen werden sogar darüber hinaus erstattet, was Versicherungsnehmern bei hochspezialisierten Operateuren die volle Kostenfreiheit sichert.

Für junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren bietet die UKV zudem die YoungLINE KlinikPRIVAT-Variante an – inhaltlich identisch mit dem KlinikPRIVAT/2, aber zu besonders günstigen Beiträgen für Berufseinsteiger. Das ist der ideale Zeitpunkt für den Einstieg: Die Prämien sind in jungen Jahren am niedrigsten, und wer früh abschließt, baut Altersrückstellungen über die längste Zeit auf.

Alternativ steht für preisbewusste GKV-Versicherte, die nur die privatärztliche Behandlung ohne Komfortzimmer absichern möchten, der Tarif KlinikOnTOP zur Verfügung. Da das Zweibettzimmer in vielen Krankenhäusern heute bereits zur Regelleistung gehört, ist KlinikOnTOP für viele Versicherungsnehmer eine wirtschaftlich sinnvolle Option: Privatarzt ohne das Mehrkosten für ein bereits übliches Zimmer.

ZahnPRIVAT – die neue Zahnzusatzversicherung der UKV in drei Leistungsstufen

Im September 2024 hat die UKV ihre Zahnzusatzversicherung grundlegend überarbeitet und drei neue Tarife eingeführt: ZahnPRIVAT 100, ZahnPRIVAT 90 und ZahnPRIVAT 80. Diese klare Nomenklatur – der Name ist das Leistungsversprechen – macht die Wahl einfach: Die Zahl bezeichnet den Erstattungsprozentsatz.

Was alle drei Tarife gemeinsam haben und was sie gegenüber vielen Wettbewerbern auszeichnet: Die Gesundheitsfragen bei Antragsstellung beziehen sich nur auf die letzten zwei Jahre. Behandlungen oder Diagnosen, die länger zurückliegen, müssen nicht angegeben werden – ein echter Vorteil für Menschen, die in der Vergangenheit Zahnarztleistungen hatten. Zudem können bis zu drei fehlende Zähne mitversichert werden – pro fehlenden Zahn fällt zwar ein Risikozuschlag an, aber der Schutz ist grundsätzlich möglich, was bei anderen Anbietern oft kategorisch ausgeschlossen ist.

Die Summenstaffel der UKV-Zahntarife gehört zu den großzügigsten am Markt: Im ersten Versicherungsjahr werden bis zu 1.000 Euro erstattet, innerhalb der ersten zwei Jahre bis zu 3.000 Euro, innerhalb der ersten drei Jahre bis zu 6.000 Euro. Danach entfallen alle Begrenzungen. Diese hohen Anfangswerte sind besonders relevant für Versicherungsnehmer, die kurz nach Vertragsabschluss eine teurere Behandlung benötigen.

UKV ZahntarifZahnersatzZahnbehandlung / PZRKFO KinderSummenstaffel (max.)Finanztest
ZahnPRIVAT 100100 %100 % inkl. PZR-Flatrate100 %, max. 5.000 €; alle KIGJ1: 1.000 €; J2: 3.000 €; J3: 6.000 €Vorgänger ZahnPRIVAT Premium: Note 1,0 „Sehr gut“ (06/2024)
ZahnPRIVAT 9090 %90 % inkl. PZR-Flatrate90 %, max. 5.000 €; alle KIGJ1: 1.000 €; J2: 3.000 €; J3: 6.000 €Note 1,1 „Sehr gut“ (Finanztest)
ZahnPRIVAT 8080 %80 % inkl. PZR80 %, max. 5.000 €; alle KIGWie obenGuter Einstiegstarif

Besonders hervorzuheben ist der KFO-Schutz: In allen drei Tarifen werden kieferorthopädische Behandlungen für Kinder in allen KIG-Stufen (1–5) erstattet – also auch bei leichten Fehlstellungen (KIG 1 und 2), die die GKV nicht übernimmt. Die maximale Erstattung beträgt 5.000 Euro – einer der höchsten Werte im deutschen Markt. Eltern mit Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter sollten diesen Baustein frühzeitig abschließen, bevor ein Kieferorthopäde eine Behandlung empfiehlt.

Ein Alleinstellungsmerkmal des ZahnPRIVAT 90: Kinder mit Kreidezähnen (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, MIH) können diesen Tarif abschließen – das ist bei den meisten anderen Anbietern ausgeschlossen, weil MIH als Vorerkrankung gilt. Für Eltern betroffener Kinder ist das eine wichtige Option.

Weitere Zusatzversicherungen: Ambulant, Natur, Vorsorge, Pflege

Das UKV-Produktportfolio, das über die ÖSA angeboten wird, geht weit über Zahn und Krankenhaus hinaus. GKV-Versicherten stehen mehrere spezialisierte Zusatztarife zur Verfügung, die konkrete Lücken der gesetzlichen Versorgung schließen.

Der Tarif NaturPRIVAT übernimmt Kosten für alternative Heilmethoden und naturheilkundliche Behandlungen – Heilpraktiker, Osteopathie, Homöopathie, Akupunktur. Für viele Menschen in Sachsen-Anhalt, die auf naturheilkundliche Ansätze setzen, ist das eine wertvolle Ergänzung zum GKV-Standardschutz, der naturheilkundliche Leistungen weitgehend ausschließt.

Der VorsorgePRIVAT-Tarif richtet sich an gesundheitsbewusste GKV-Versicherte, die über das GKV-Vorsorgeprogramm hinaus absichern möchten: Zusätzliche Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, Impfungen ohne GKV-Empfehlung, Hörhilfen und Sehhilfen. Gerade im Bereich der Brillen und Kontaktlinsen, die die GKV für Erwachsene grundsätzlich nicht mehr erstattet, kann dieser Tarif spürbare Eigenanteile reduzieren.

Für die finanzielle Absicherung im Pflegefall bietet die UKV das PflegePremium-Tagegeld an – ein Tarif, der von ÖkoTest mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde. Das Pflegetagegeld ist in Pflegegraden gestaffelt und ergänzt die gesetzliche Pflegeversicherung, die in der Praxis regelmäßig nicht ausreicht, um Heimkosten oder ambulante Pflegekosten zu decken.

Schließlich ist auch ein Krankentagegeld KT verfügbar – der Tarif KT43 wurde von ÖkoTest ebenfalls mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Das Krankentagegeld greift, wenn nach sechs Wochen Lohnfortzahlung das GKV-Krankengeld einsetzt und eine Einkommenslücke entsteht. Selbstständige und Freiberufler, die in Sachsen-Anhalt tätig sind, sollten diesen Baustein besonders sorgfältig prüfen, da sie nach Ablauf der Lohnfortzahlung ohne Ersatzleistungen dastehen können.

Die AOK-Kooperation: UKV-Tarife für AOK-Versicherte in Sachsen-Anhalt

Seit 2011 besteht eine besondere Kooperation zwischen der AOK Sachsen-Anhalt, der UKV und der ÖSA. AOK-Mitglieder in Sachsen-Anhalt können ausgewählte UKV-Zusatzversicherungstarife zu Sonderkonditionen abschließen – betreut durch die ÖSA-Agenturen vor Ort. Das Angebot umfasst besonders die Zahnzusatzversicherung, die Krankenhauszusatzversicherung und das Pflegetagegeld.

Das ist für AOK-Versicherte in Sachsen-Anhalt ein attraktiver Zugang zu privatem Zusatzschutz: günstigere Beiträge als am freien Markt, betreut von einem vertrauten regionalen Ansprechpartner, versichert bei einem bewährten PKV-Spezialisten. Wer bereits AOK-Mitglied ist, sollte dieses Angebot kennen und mit dem lokalen ÖSA-Berater oder dem AOK-Ansprechpartner besprechen.

Alles Wichtige zur ÖSA Krankenversicherung – die häufigsten Fragen

Was unterscheidet die ÖSA von anderen Versicherungen in Sachsen-Anhalt?

Die ÖSA ist die einzige Versicherungsgesellschaft mit Hauptsitz im Bundesland Sachsen-Anhalt und die einzige, die als Anstalt des öffentlichen Rechts per Landtagsbeschluss mit einem gesetzlich verankerten Gemeinwohlauftrag errichtet wurde. Das bedeutet: keine Aktionäre, kein Renditestreben auf Kosten der Versicherten, stattdessen Versicherungsschutz für alle Bürger des Landes – vom Privathaushalt in der Altmark bis zum Landwirtschaftsbetrieb im Burgenlandkreis. Zudem ist die ÖSA mit rund 80 eigenen Agenturen und der Einbindung in alle Sparkassengeschäftsstellen des Landes der Versicherer mit dem dichtesten Beratungsnetz in Sachsen-Anhalt.

Warum bietet die ÖSA ihre Krankenversicherungen über die UKV an?

Die ÖSA ist als Schaden- und Lebensversicherer konzipiert und betreibt keine eigene Krankenversicherungsgesellschaft. Für das PKV-Geschäft kooperiert sie mit der UKV – Union Krankenversicherung AG, die selbst aus der Initiative der öffentlichen Versicherer entstanden ist und zur Sparkassen-Finanzgruppe gehört. Diese Partnerschaft verbindet die regionale Betreuungsstärke der ÖSA mit der PKV-Fachkompetenz und dem bewährten Tarifwerk eines der größten deutschen Krankenversicherer. Für Kunden bedeutet das: ÖSA-Beratung vor Ort, UKV-Versicherungsschutz im Hintergrund.

Was leisten die UKV-Zahntarife konkret – und lohnt sich der Abschluss über die ÖSA?

Die drei UKV-Zahntarife ZahnPRIVAT 80, 90 und 100 erstatten 80, 90 bzw. 100 Prozent aller Zahnarztrechnungen – für Zahnersatz, Zahnbehandlung und professionelle Zahnreinigung gleichermaßen. Besonders stark sind die KFO-Leistungen für Kinder (bis 5.000 Euro, alle KIG-Stufen) und die großzügige Summenstaffel (bis zu 6.000 Euro innerhalb der ersten drei Jahre). Der Abschluss über die ÖSA lohnt sich besonders für Menschen in Sachsen-Anhalt, die Wert auf persönliche Beratung legen und ihren Versicherungsschutz mit einem vertrauten regionalen Partner verwalten möchten.

Können auch AOK-Versicherte in Sachsen-Anhalt von der ÖSA-UKV-Kooperation profitieren?

Ja. Seit 2011 besteht eine spezielle Kooperation zwischen AOK Sachsen-Anhalt, UKV und ÖSA. AOK-Mitglieder können ausgewählte UKV-Zusatzversicherungstarife zu Sonderkonditionen abschließen – das betrifft besonders Zahnzusatz, Krankenhauszusatz und Pflegetagegeld. Diese Tarife werden über die ÖSA-Agenturen und Sparkassengeschäftsstellen in Sachsen-Anhalt vermittelt. AOK-Versicherte sollten dieses Angebot aktiv anfragen, da es am Markt nicht breit beworben wird.

Wie ist die UKV als Versicherungspartner der ÖSA zu bewerten?

Die UKV gehört zu den siebtgrößten Krankenversicherungsgruppen Deutschlands und ist Teil der Sparkassen-Finanzgruppe. Ihre Tarife werden regelmäßig ausgezeichnet: Der frühere ZahnPRIVAT Premium erhielt von Stiftung Warentest die Note 1,0 (Sehr gut), der KlinikPRIVAT/2 erreichte bei ÖkoTest den zweiten Rang, und der Krankentagegeldtarif KT43 sowie das PflegePremium wurden ebenfalls von ÖkoTest mit Platz 2 ausgezeichnet. Die Kundenbewertungen auf Trustpilot sind überwiegend positiv (Gesamtnote 4 von 5), mit Lob für unkomplizierte Abwicklung und schnelle Erstattung. Einzelne Kritik betrifft längere Bearbeitungszeiten in Stoßzeiten und App-Probleme.

Unsere Einschätzung zur ÖSA Krankenversicherung

Die ÖSA ist das, was ein öffentlicher Regionalversicherer sein soll: flächendeckend präsent, dem Gemeinwohl verpflichtet und verlässlich in der Betreuung. Im Krankenversicherungsbereich hat sie mit der UKV einen starken Partner gefunden, der technisch und produktseitig auf der Höhe der Zeit ist und regelmäßig ausgezeichnete Testergebnisse erzielt.

Für Versicherungsnehmer in Sachsen-Anhalt ist die ÖSA-UKV-Kombination besonders dann attraktiv, wenn persönliche Beratung vor Ort geschätzt wird. In einem Bundesland mit vielen ländlichen Regionen, in dem die nächste Versicherungsagentur eines bundesweiten Anbieters mitunter weit entfernt ist, ist das ein echter Mehrwert. Die Kooperation mit der AOK Sachsen-Anhalt erweitert das Potenzial zusätzlich: Wer gesetzlich versichert ist, erhält Sonderkonditionen auf bewährte UKV-Zusatztarife.

ÖSA Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt – im Überblick
AnschriftAm Alten Theater 7, 39104 Magdeburg
Telefon0391 2885-0
Websitehttps://www.oesa.de
Krankenversicherung Übersichthttps://www.oesa.de/de/privatkunden
Kooperationspartner UKVhttps://www.ukv.de
UKV Zahntarifehttps://www.ukv.de/content/service/tarife/krankenzusatzversicherung/
UKV PKV-Vollversicherunghttps://www.ukv.de/content/service/tarife/private_krankenversicherung/
AOK-Kooperation Sachsen-Anhalthttps://www.ukv.de/content/ueber_uns/gkv_partner/aok_sachsen-anhalt/
Berater findenhttps://www.oesa.de/de/kontakt

Geschichte: Von der General-Feur-Cassa 1685 über den Wiederaufbau 1991 zum modernen Regionalversicherer Sachsen-Anhalts

Die Geschichte der ÖSA ist eine Geschichte in zwei Teilen: die tiefe regionale Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht, und der politische Neustart, der mit der deutschen Wiedervereinigung 1991 möglich wurde. Beides zusammen macht die ÖSA zu einem der interessantesten Versicherungsunternehmen Deutschlands.

Der erste Teil beginnt im Jahr 1685 in Magdeburg. Nur neun Jahre, nachdem die Hamburger Feuerkasse als erste deutsche Feuerversicherungsanstalt gegründet worden war, schufen Magdeburger Ratsherren nach diesem Vorbild die „General-Feur-Cassa in der Stadt Magdeburg“ – damit ist Magdeburg der zweitälteste öffentlich-rechtliche Versicherungsstandort Deutschlands. Diese frühe Gründung war keine Kleinigkeit: Magdeburg lag damals im Wiederaufbau nach seiner fast vollständigen Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg (1631), und Feuerversicherung war eine unmittelbar lebensnotwendige Einrichtung für eine Stadt, die so vieles hatte verlieren sehen.

In den folgenden Jahrhunderten entstanden weitere Vorläufergesellschaften in der Region: die Land-Feuersozietät der Provinz Sachsen, die Anhaltische Landesbrandkasse und die Lebensversicherungsanstalt Sachsen-Thüringen-Anhalt. All diese Institutionen hatten gemeinsam, was öffentliche Versicherer auszeichnete: Sie wurden nicht zur Gewinnerzielung, sondern zum Schutz der Bevölkerung gegründet. Sie förderten aktiv das Feuerwehrwesen durch Gerätezuschüsse und Löschprämien – eine enge Verbindung zwischen Versicherung und Gemeinwohl, die bis heute in der ÖSA-DNA steckt.

Der zweite Teil der Geschichte beginnt mit dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung. In der DDR hatte es kein eigenständiges öffentliches Versicherungswesen gegeben – die Staatliche Versicherung der DDR hatte alle Versicherungsfunktionen übernommen. Nach der Wende entstand in jedem ostdeutschen Bundesland die Frage, wie ein eigenständiges regionales Versicherungswesen aufgebaut werden sollte. In Sachsen-Anhalt fiel die Entscheidung bewusst und ambitioniert aus: Am 11. Juli 1991 beschloss der erste frei gewählte Landtag Sachsen-Anhalts das Errichtungsgesetz für die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA) als Anstalten des öffentlichen Rechts. 1992 nahmen beide Gesellschaften – die Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt und die Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt – ihren Geschäftsbetrieb auf.

Der Gründungsauftrag war explizit gemeinwohlorientiert: Das Unternehmen sollte sein Geschäft „im Interesse seiner Versicherungsnehmer und des gemeinen Nutzens“ betreiben – eine Formulierung, die an die historische Tradition der 1685 gegründeten Magdeburger Feuerkasse anknüpft. Die ÖSA knüpfte damit bewusst an eine mehr als 300-jährige Tradition öffentlicher Versicherung in der Region an.

In den 1990er- und 2000er-Jahren baute die ÖSA ihr Netz an Versicherungsagenturen und Sparkassenpartnerschaften aus und entwickelte ihr Produktportfolio in allen Sparten. Die Krankenversicherungskooperation mit der UKV wurde aufgebaut, die AOK-Sachsen-Anhalt-Partnerschaft ab 2011 institutionalisiert. Im Jahr 2020 übernahm die VGH Versicherungen Hannover als alleiniger Kapitalträger die ÖSA vollständig – unter ausdrücklicher Wahrung der regionalen Eigenständigkeit und der Sachsen-Anhalt-Identität des Unternehmens. Die ÖSA bleibt der einzige Versicherer mit Hauptsitz im Land – und trägt damit täglich Verantwortung für ein Versicherungsversprechen, das 1685 in Magdeburg begann.

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