WGV Krankenversicherung 2026: Zahnzusatz BASIS/OPTIMAL/PLUS, stationärer Privatpatientenschutz und ambulante Zusatzversicherung
Die WGV – Württembergische Gemeinde-Versicherung a.G. ist ein Stuttgarter Original mit einer ungewöhnlichen Doppelidentität: Im Kerngeschäft ist sie der Kommunalversicherer Württembergs – gegründet 1921 von den Oberbürgermeistern württembergischer Städte im alten Stuttgarter Rathaus, um Städte, Gemeinden, Landkreise, Kirchen und kommunale Einrichtungen zu versichern. Parallel dazu ist sie über ihre Tochtergesellschaft WGV-Versicherung AG längst ein bundesweit aktiver Direktversicherer für Privatpersonen, der mehr als 6,3 Millionen Versicherungsverträge verwaltet und über eine Milliarde Euro Eigenkapital verfügt.
Was die WGV im deutschen Krankenversicherungsmarkt auszeichnet, ist ein klares Profil: Die WGV bietet keine PKV-Vollversicherung, sondern hat sich konsequent auf private Krankenzusatzversicherungen spezialisiert. Das Ergebnis ist ein übersichtliches, direkt verständliches Dreitarifsystem für GKV-Versicherte – für den Zahnbereich, für den Krankenhausbereich und für ambulante Gesundheitsleistungen. Kein Baukastenchaos, keine hundert Kombinationsmöglichkeiten – sondern Klarheit, Erschwinglichkeit und nachgewiesene Qualität.
Dem Direktversicherungsmodell verdankt die WGV ihre sprichwörtlich günstigen Beiträge: Ohne ein teures Außendienstnetz, mit schlanken Verwaltungsstrukturen und effizienten Prozessen gibt die WGV ihre Kostenvorteile direkt an die Versicherungsnehmer weiter. Stiftung Warentest und Focus Money bestätigen diese Strategie regelmäßig mit Auszeichnungen – zuletzt Focus Money in Ausgabe 19/2025 und Stiftung Warentest in Ausgabe 08/2024.
WGV Versicherungsgruppe – das Wichtigste in Kürze 2026
| Vollständiger Name | Württembergische Gemeinde-Versicherung a.G. (WGV); Krankenversicherungsprodukte über WGV-Versicherung AG |
| Sitz | Tübinger Straße 55, 70178 Stuttgart |
| Rechtsform | Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (a.G.) – keine Aktionäre |
| Gründung | 13. April 1921 im Stuttgarter Rathaus; Initiative der Oberbürgermeister von 10 württembergischen Städten |
| Vertriebsmodell | Direktversicherer bundesweit (WGV-Versicherung AG); Kommunalversicherer in Württemberg/Hohenzollern |
| Vertragsbestand | Über 6,3 Millionen Versicherungsverträge |
| Eigenkapital | Über 1 Milliarde Euro |
| Mitarbeiter | Über 1.200 |
| Krankenversicherungsangebot | Ausschließlich Zusatzversicherungen: Zahnzusatz (BASIS/OPTIMAL/PLUS), Stationäre Zusatz, Ambulante Zusatz |
| Auszeichnungen | Focus Money 19/2025; Stiftung Warentest 08/2024 |
| Telefon | 0711 1695-1500 |
| Website | www.wgv.de |
WGV als Kommunal- und Privatversicherer: Zwei Welten unter einem Dach
Wer die WGV verstehen will, muss ihre zweigeteilte Identität begreifen. Auf der einen Seite steht die Württembergische Gemeinde-Versicherung a.G. als Stammhaus – gegründet 1921 mit dem Auftrag, Städte, Gemeinden und Landkreise in Württemberg und Hohenzollern zum Selbstkostenpreis zu versichern. Dieser kommunale Kern ist bis heute lebendig: Hunderte von Kommunen, kirchlich-soziale Einrichtungen, öffentliche Sparkassen, Krankenhäuser und Zweckverbände im ehemaligen Land Württemberg vertrauen der WGV als Primärversicherer für Haftpflicht, Sach- und Unfallrisiken.
Auf der anderen Seite steht die WGV-Versicherung AG als Tochtergesellschaft – der bundesweite Direktversicherer, der das Privatkundengeschäft in ganz Deutschland betreibt. Seit den frühen 2000er-Jahren hat die WGV-Versicherung AG Servicezentren in Ulm, Augsburg, Dresden, Leipzig, Frankfurt, Nürnberg, München, Düsseldorf, Essen und Köln eröffnet und ist damit von einem regionalen Württemberg-Versicherer zu einem bundesweit präsenten Direktversicherer geworden – ohne je die schwäbischen Kernwerte aufzugeben: Bodenständigkeit, niedrige Verwaltungskosten, Leistung zum fairen Preis.
Diese Herkunft als Gemeinschaftsversicherung der Kommunen erklärt auch den dauerhaft kompetitiven Preisanspruch der WGV. Als VVaG gehört das Unternehmen seinen Mitgliedern – nicht externen Aktionären. Überschüsse bleiben im Unternehmen, fließen in Rücklagen und kommen langfristig den Versicherungsnehmern zugute.
Zahnzusatzversicherung BASIS / OPTIMAL / PLUS – das klare Dreitarifsystem
Das Herzstück des WGV-Krankenversicherungsangebots ist die Zahnzusatzversicherung in drei klar strukturierten Tarifstufen. Die Logik ist einfach: Wer mehr zahlt, bekommt mehr – und wer sich für das PLUS-Modell entscheidet, muss beim nächsten Implantat tatsächlich keinen Cent aus eigener Tasche zuzahlen. Schon der Einstiegstarif BASIS ist ab 3,20 Euro monatlich erhältlich (für 0–25-Jährige, Stand 01.07.2025).
Alle drei Tarife erstatten bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) – das bedeutet, auch besonders aufwendige zahntechnische Arbeiten oder hochwertige Materialien, die über die GKV-Regelversorgung hinausgehen, werden vollständig nach den Tarifleistungen erstattet. Ein wichtiges Merkmal für alle, die Wert auf hochwertige zahnärztliche Versorgung legen und nicht an Qualitätsabstrichen sparen möchten.
| Leistung | BASIS-Tarif | OPTIMAL-Tarif | PLUS-Tarif |
|---|---|---|---|
| Kronen, Brücken, Prothesen | 50 % | 80 % | 100 % |
| Inlays / Onlays | 50 % | 80 % | 100 % |
| Implantate | 50 % (max. 4 pro Kiefer) | 80 % | 100 % |
| Verblendungen (alle Zähne) | 50 % | 80 % | 100 % |
| Wurzelbehandlung | – | ✓ | ✓ |
| Prophylaxe / PZR | – | Bis 100 €/Jahr | Bis 100 €/Jahr |
| Aufbissschienen | – | ✓ | ✓ |
| Kunststofffüllungen | – | ✓ | ✓ |
| Parodontosebehandlung | – | ✓ | ✓ |
| KFO bis 18 J. | – | 80 %, max. 2.000 € | 100 %, max. 3.000 € |
| Schmerzbehandlung | – | – | Max. 200 €/Jahr |
| Wartezeit | 8 Monate (außer Unfälle) | Nur bei Prophylaxe entfällt | Entfällt (außer laufende Behandlungen) |
Die Erstattungshöchstsätze in den ersten vier Versicherungsjahren staffeln sich großzügig: Im BASIS-Tarif werden im ersten Jahr bis zu 500 Euro erstattet, nach zwei Jahren bis zu 1.000 Euro, nach drei Jahren bis zu 1.500 Euro und nach vier Jahren bis zu 2.000 Euro. Im OPTIMAL-Tarif lauten die Staffelwerte 800 / 1.600 / 2.400 / 3.200 Euro. Im PLUS-Tarif beginnt die Staffel mit 1.000 Euro im ersten Jahr und steigt auf 4.000 Euro nach vier Jahren – einer der höchsten Anfangswerte in dieser Tarifstufe.
Ab dem fünften Versicherungsjahr entfallen alle Summenbegrenzungen. Bei einem Unfall leistet die WGV übrigens bereits vom ersten Tag an und ohne jede Begrenzung – ein fairer Sofortschutz für alle Versicherungsnehmer, die kurz nach Abschluss durch Pech und einen Sturz einen Zahn verlieren.
Rechenbeispiel: Implantat im PLUS-Tarif
Ein konkretes Zahlenbeispiel macht den Mehrwert des PLUS-Tarifs sichtbar: Ein Zahnimplantat kostet im Schnitt 3.000 Euro. Die GKV übernimmt bei einem Bonusheft-Patienten rund 375 Euro als Festzuschuss. Der BASIS-Tarif der WGV erstattet weitere 1.125 Euro – Gesamterstattung 1.500 Euro, Eigenanteil 1.500 Euro. Der OPTIMAL-Tarif bringt die Gesamterstattung auf 2.400 Euro, Eigenanteil 600 Euro. Der PLUS-Tarif erstattet vollständig: Gesamterstattung 3.000 Euro, Eigenanteil 0 Euro.
Stationäre Zusatzversicherung – Privatpatienten-Komfort mit cleverer Flexibilität
Die stationäre Zusatzversicherung der WGV bietet GKV-Versicherten bei Krankenhausaufenthalten das, was viele Privatpatienten als selbstverständlich betrachten: Einzel- oder Zweibettzimmer, Chefarzt oder frei gewählter Spezialist, freie Krankenhauswahl. Besonders durchdacht ist dabei das Flexibilitätsprinzip der WGV: Wer einmal auf die Wahlleistungen verzichtet oder verzichten muss, wird nicht leer ausgegangen.
Konkret funktioniert das so: Ist kein Einbettzimmer verfügbar und muss der Versicherte ins Zweibettzimmer, zahlt die WGV 30 Euro täglich als Ersatzleistung. Muss er sogar ins Drei- oder Mehrbettzimmer, steigt die Ersatzleistung auf 50 Euro täglich. Wer auf die Chefarztbehandlung verzichtet, erhält ebenfalls 50 Euro je Tag als Ersatz. Diese Regelung ist bemerkenswert fair: Der Versicherungsnehmer profitiert selbst dann, wenn die eigentlich versicherte Komfortleistung aus praktischen Gründen nicht in Anspruch genommen werden kann.
Transportkosten für medizinisch notwendige Krankentransporte bis 100 Kilometer werden ebenfalls erstattet – mindestens bis zum nächstgelegenen Krankenhaus. Auch ambulante Operationen im Krankenhaus sind abgedeckt: Wer sich einem ambulanten Eingriff unterzieht, kann auf Wunsch trotzdem die Chefarztbehandlung in Anspruch nehmen.
Eine familienfreundliche Regelung rundet das Bild ab: Der stationäre Schutz gilt für Neugeborene sofort und ohne Wartezeit – Eltern können den Antrag innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt rückwirkend stellen. Das ist gerade für Familien wichtig, die ihren Nachwuchs von Beginn an bestmöglich absichern möchten.
| Wichtig zur Wartezeit | Die stationäre Zusatzversicherung der WGV verzichtet auf die allgemeine Wartezeit – Versicherungsschutz besteht vom ersten Tag. Lediglich für Entbindungen gilt eine Wartezeit von 8 Monaten. Neugeborene sind ohne Wartezeit sofort geschützt, wenn der Antrag innerhalb von 2 Monaten nach der Geburt gestellt wird. |
Ambulante Zusatzversicherung – Alltags-Schutz für Brille, Heilpraktiker und Vorsorge
Die ambulante Zusatzversicherung der WGV schließt die typischen Lücken, die GKV-Versicherte im Alltag am häufigsten spüren: Die Brille, die vollständig selbst bezahlt werden muss. Die Heilpraktikerrechnung, die die GKV ignoriert. Die Lasik-Operation, die die Sehschwäche ein für alle Mal beseitigen würde, aber mehrere tausend Euro kostet. Mit der ambulanten Zusatzversicherung der WGV – erhältlich ab 15,60 Euro monatlich – werden genau diese Ausgaben erstattet.
| Leistungsbereich | Erstattung | Maximum |
|---|---|---|
| Naturheilverfahren / Heilpraktiker | 90 % | Max. 1.000 €/Jahr |
| Hörgeräte | 90 % | Max. 1.000 €/Jahr |
| Sehhilfen (Brillen, Kontaktlinsen) | 100 % | Max. 400 € / 2 Jahre |
| Laser-Operation (Sehschärfenkorrektur) | 100 % | Max. 1.500 € |
| Gesetzliche Zuzahlungen (Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel) | 100 % | – |
| Schutzimpfungen + Vorsorgeuntersuchungen (inkl. Schwangerschaft) | 100 % | Max. 500 €/Jahr gesamt |
Besonders hervorzuheben ist der Heilpraktiker-Schutz: 90 Prozent aller Heilpraktikerleistungen bis maximal 1.000 Euro jährlich – das deckt mehrere Behandlungssitzungen pro Jahr ab. Dazu kommen Akupunktur, Homöopathie und andere naturheilkundliche Verfahren, die zunehmend gefragt sind, aber von der GKV grundsätzlich nicht erstattet werden.
Der Auslandsschutz der ambulanten Versicherung erstreckt sich auf Europa, die Mittelmeer-Anliegerstaaten sowie die Kanarischen Inseln und Madeira. Bei vorübergehenden Aufenthalten außerhalb dieses Geltungsbereichs – zum Beispiel Fernreisen nach Asien oder Amerika – greift der Schutz für maximal zwei Monate. Wer längere Auslandsaufenthalte plant, sollte eine separate Auslandsreisekrankenversicherung in Betracht ziehen.
MeineWGV – der Treue-Bonus für Mehrprodukt-Kunden
Wer mehrere Versicherungsprodukte bei der WGV führt, profitiert seit einiger Zeit von einem attraktiven Kundenbindungsprogramm: MeineWGV. Ab dem dritten WGV-Produkt erhalten Versicherungsnehmer 5 Prozent Rabatt auf ihre Kfz-Haftpflicht, Kaskoversicherung, Privathaftpflicht, Hausrat-, Rechtsschutz- und Wohngebäudeversicherung. Das ist ein spürbarer finanzieller Vorteil für Kunden, die ihre gesamte private Versicherung bei der WGV konsolidieren.
Für Versicherungsnehmer, die bereits eine Kfz-, Haftpflicht- oder Hausratversicherung bei der WGV führen und nun eine Krankenzusatzversicherung hinzunehmen möchten, kann das MeineWGV-Programm die ohnehin günstigen WGV-Beiträge noch einmal deutlich senken. Die Verwaltung aller Verträge läuft dabei über die MeineWGV-App, die den Überblick über alle Policen, Beiträge und Schadenmeldungen in einer einzigen Oberfläche bündelt.
Das Gesamtportfolio der WGV-Versicherung AG für Privatkunden
Die WGV-Versicherung AG bietet als bundesweiter Direktversicherer ein vollständiges Alltagsversicherungsportfolio: Kfz-Versicherung (Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko, auch für Motorräder, E-Bikes und Wohnmobile), Privathaftpflichtversicherung, Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung, Unfallversicherung und Rechtsschutzversicherung. Lebens- und Rentenversicherungen bietet die ebenfalls zur WGV-Gruppe gehörende WGV-Lebensversicherung AG an, gegründet 1989.
Das Direktversicherungsmodell hält die Kosten konsequent niedrig: kein hauptberuflicher Außendienst, digitale Antragsstrecken, telefonische Beratung und ein schlankes Verwaltungsrückgrat. Die Bilanzsumme der WGV-Gruppe liegt bei mehr als 2,7 Milliarden Euro – ein solider Rückhalt für die Leistungsversprechen des Unternehmens.
Fünf Fragen, die WGV-Interessenten am häufigsten stellen
Kann ich bei der WGV auch eine PKV-Vollversicherung abschließen?
Nein. Die WGV bietet ausschließlich private Krankenzusatzversicherungen an – also ergänzenden Schutz für GKV-Versicherte. Eine PKV-Vollversicherung, die die gesetzliche Krankenkasse vollständig ersetzt, gehört nicht zum Angebot der WGV. Wer eine Vollversicherung sucht, muss sich an einen spezialisierten PKV-Anbieter wenden. Die WGV-Zusatzversicherungen sind dagegen für alle GKV-Versicherten in Deutschland offen – unabhängig davon, bei welcher Krankenkasse man Mitglied ist.
Welcher Zahntarif lohnt sich – BASIS, OPTIMAL oder PLUS?
Das hängt vom persönlichen Gesundheitsbewusstsein, dem Zahnzustand und dem Budget ab. Der BASIS-Tarif ist der preiswerte Einstieg mit 50 Prozent Zahnersatz-Erstattung – sinnvoll für junge Menschen mit gutem Zahnstatus, die eine günstige Grundabsicherung suchen. Der OPTIMAL-Tarif mit 80 Prozent ist die Mittelklasse mit echter Preis-Leistungs-Stärke und enthält zusätzlich Prophylaxe, Parodontosebehandlung und KFO für Kinder. Der PLUS-Tarif ist die Vollabsicherung mit 100 Prozent Erstattung für alle Zahnersatzmaßnahmen und dem stärksten KFO-Schutz für Kinder. Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht und nicht auf günstige Kompromisslösungen setzen möchte, ist mit dem PLUS-Tarif langfristig am besten aufgestellt.
Wie funktionieren die Ersatzleistungen der stationären Zusatzversicherung?
Die WGV denkt pragmatisch: Wer versichert ist, aber im konkreten Fall auf eine Komfortleistung verzichtet oder verzichten muss, bekommt dennoch Geld. Bei Unterbringung im Zweibettzimmer statt Einbettzimmer: 30 Euro täglich. Bei Mehrbettzimmer: 50 Euro täglich. Bei Verzicht auf Chefarzt: ebenfalls 50 Euro täglich. Das ist ein echter Vorteil – wer in einem kleineren Krankenhaus liegt, wo das Einbettzimmer gerade nicht verfügbar ist, profitiert trotzdem finanziell. Diese Ersatzleistungslogik unterscheidet die WGV von vielen anderen Anbietern, die nur bei tatsächlich in Anspruch genommenen Wahlleistungen zahlen.
Ist die WGV auch für Personen außerhalb von Baden-Württemberg geeignet?
Absolut. Zwar ist die Württembergische Gemeinde-Versicherung a.G. als Stammhaus auf das Geschäftsgebiet Württemberg und Hohenzollern begrenzt, aber die WGV-Versicherung AG als Tochtergesellschaft operiert bundesweit. Die Krankenzusatzversicherungen der WGV können von allen GKV-Versicherten in ganz Deutschland abgeschlossen werden – online über wgv.de oder telefonisch über den Kundenservice. Mit Servicezentren in mehr als zehn deutschen Städten ist die WGV auch außerhalb Württembergs gut erreichbar.
Was ist MeineWGV und lohnt sich das Programm?
MeineWGV ist das Kundenbindungs- und Vorteilsprogramm der WGV. Ab dem dritten Versicherungsprodukt bei der WGV erhalten Versicherungsnehmer 5 Prozent Rabatt auf eine Reihe von Versicherungssparten – von der Kfz-Versicherung über Hausrat bis zu Haftpflicht und Rechtsschutz. Wer also bereits eine Kfz- und Hausratversicherung bei der WGV hat und nun eine Zahnzusatzversicherung hinzunimmt, aktiviert automatisch den Mehrproduktrabatt. Über die MeineWGV-App lassen sich alle Verträge zentral verwalten, Rechnungen einreichen und Schadenmeldungen abgeben. Für Kunden, die mehrere Versicherungsprodukte bei einem Anbieter bündeln möchten, ist MeineWGV ein echter Mehrwert.
Unsere Einschätzung zur WGV Krankenversicherung
Die WGV ist das, was ein Direktversicherer sein sollte: günstig, klar und verlässlich. Das Dreitarifsystem für Zahnzusatz – BASIS, OPTIMAL, PLUS – ist eines der übersichtlichsten Angebote im deutschen Markt. Wer wissen will, was er bekommt, muss keine Tarifbibliothek lesen, sondern schaut auf eine einzige Tabelle.
Die stationäre Zusatzversicherung glänzt mit ihrer fairen Ersatzleistungslogik – ein echter Unterschied zu Tarifen, die nur bei tatsächlich genutzten Komfortleistungen zahlen. Die ambulante Zusatzversicherung deckt die wichtigsten GKV-Lücken im Alltag ab, von Brille über Heilpraktiker bis Lasik. Und das MeineWGV-Programm macht die ohnehin günstigen Beiträge für Mehrprodukt-Kunden noch attraktiver.
Wer keine PKV-Vollversicherung sucht, sondern seinen GKV-Schutz sinnvoll und günstig ergänzen möchte, findet bei der WGV ein starkes, einfach verständliches Angebot – ausgezeichnet von Stiftung Warentest und Focus Money, getragen von über 100 Jahren württembergischer Versicherungstradition.
WGV Versicherung – Kontakt und wichtige Links
| WGV Versicherungsgruppe – auf einen Blick | |
|---|---|
| Anschrift | Tübinger Straße 55, 70178 Stuttgart |
| Telefon Kundenservice | 0711 1695-1500 |
| kundenservice@wgv.de | |
| Website | https://www.wgv.de |
| Krankenzusatzversicherungen Übersicht | https://www.wgv.de/gesundheit-vorsorge/gesundheit/ |
| Zahnzusatzversicherung | https://www.wgv.de/gesundheit-vorsorge/gesundheit/zahnzusatzversicherung/ |
| Stationäre Zusatzversicherung | https://www.wgv.de/gesundheit-vorsorge/gesundheit/stationaere-zusatzversicherung/ |
| Ambulante Zusatzversicherung | https://www.wgv.de/gesundheit-vorsorge/gesundheit/ambulante-zusatzversicherung/ |
| MeineWGV Kundenprogramm | https://www.wgv.de/meinewgv |
| Tarifrechner Zahnzusatz | https://www.wgv.de/zahn |
| Über die WGV | https://www.wgv.de/ueber-uns/ |
Geschichte: Von der Notgemeinschaft württembergischer Städte 1921 zum bundesweiten Direktversicherer
Die Geschichte der WGV ist eine Geschichte der Solidarität in schwierigen Zeiten – und eine Geschichte, die zeigt, wie aus einem regionalen Schutzverein in wenigen Jahrzehnten ein bundesweit präsenter Versicherer werden kann, ohne dabei die eigene Identität aufzugeben.
Es war das Jahr 1921 – Deutschland taumelte in der Nachwirkung des Ersten Weltkriegs, die Inflation trieb die Wirtschaft in die Knie, und die großen privaten Versicherungsgesellschaften sahen eine Gelegenheit: Reihenweise kündigten sie die bestehenden Haftpflichtverträge der Städte und Gemeinden, um Neuabschlüsse zu deutlich höheren Beiträgen zu erzwingen. Die Kommunen standen vor einer schwierigen Wahl: Auf Versicherungsschutz verzichten oder massiv mehr bezahlen.
Die Antwort der württembergischen Stadtoberhäupter war pragmatisch und entschlossen: Wenn die Versicherer die Kommunen übervorteilen, gründen wir unsere eigene. Am 13. April 1921 versammelten sich die Oberbürgermeister von zehn württembergischen Städten gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Württembergischen Städtetages im alten Stuttgarter Rathaus und unterzeichneten die Gründungsurkunde der Württembergischen Gemeinde-Versicherung auf Gegenseitigkeit. Ziel: Versicherungsschutz zum Selbstkostenpreis – ohne Gewinnmarge, ohne Aktionärsinteressen, getragen vom Solidaritätsprinzip der Mitglieder.
Der Geschäftsbetrieb startete zunächst mit Haftpflichtversicherungen für kommunale und kirchliche Einrichtungen. Bereits 1925 – nur vier Jahre nach der Gründung – öffnete die WGV ihren Versicherungsschutz auch für Privatkunden. Das war eine strategisch kluge Entscheidung: Mitarbeiter im öffentlichen Dienst konnten fortan ebenfalls von den günstigen Konditionen profitieren, die die WGV durch ihre Kostenstruktur ermöglichen konnte.
Das Unternehmen wuchs stetig: 1927 zog die WGV aus dem Rathaus in die Etzelstraße; 1949 wurde der Kreis der Berechtigten formal auf alle im öffentlichen Dienst Tätigen erweitert; 1967 wurde die Marke von 100.000 Versicherungsverträgen geknackt. 1976 bezog die WGV ihren heutigen Geschäftssitz am Österreichischen Platz in Stuttgart, der seitdem mehrfach ausgebaut und nach einem Wettbewerb mit dem Berliner Architekturbüro Hascher Jehle 2004 aufwändig modernisiert wurde.
Die nächste strategische Ausbaustufe kam 1989 mit der Gründung der WGV-Lebensversicherung AG – dem Einstieg in die Altersvorsorge. 1998 folgte die WGV-Informatik GmbH als IT-Dienstleistungsgesellschaft für den Konzern, und 2002 wurde die WGV Holding GmbH als Dachstruktur gegründet. Mit der Gründung und Übernahme weiterer Tochtergesellschaften in den frühen 2000er-Jahren entstand die heutige WGV-Gruppe mit der WGV-Versicherung AG als Privatkundentochter im Mittelpunkt.
Ab 1988 begann die räumliche Expansion über Stuttgart hinaus: Eine Filiale in Ravensburg war der Anfang; es folgten Servicezentren in Ulm (2003), Augsburg (2004), Dresden und Leipzig (2006), Frankfurt, Nürnberg, München (2007), Düsseldorf, Essen und Köln (2008). Damit war aus dem regionalen württembergischen Kommunalversicherer ein bundesweit präsentes Direktversicherungsunternehmen geworden – ohne je die Wurzeln im Stuttgarter Rathaus zu vergessen.
2007 gründete die WGV die WGV-Stiftung als eigenständige Unternehmensstiftung zur Förderung kultureller und sozialer Projekte in Württemberg. Seitdem unterstützt die Stiftung gesellschaftliche Initiativen, Inklusion in der frühkindlichen Bildung und den Breitensport – Ausdruck eines unternehmerischen Selbstverständnisses, das über das reine Versicherungsgeschäft hinausgeht. Heute verwaltet die WGV-Gruppe über 6,3 Millionen Versicherungsverträge, beschäftigt mehr als 1.200 Menschen und verfügt über ein Eigenkapital von über einer Milliarde Euro. Die Idee von 1921 – Versicherungsschutz zum Selbstkostenpreis für die Gemeinschaft – ist dabei genauso lebendig wie am ersten Tag im alten Stuttgarter Rathaus.
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